Verhaltensforschung – motorische Entwicklung bei Kindern

Bei kleinen Kindern kann man etwas lustiges beobachten: Führen sie mit einer Hand eine Bewegung aus, die eine feinmotorische Herausforderung darstellt, etwa das Öffnen eines Schraubverschlusses, dann macht die andere Hand (sozusagen „blind“) die gleiche Bewegung mit.
Folgende Zeichnungen sollen verdeutlichen, was ich meine:Hallo liebe Leser, ist ein Verhaltensforscher unter Ihnen? Bitte erklären Sie mal diesen Sachverhalt! (Einfach ins Kommentarfeld, danke)

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Heinrich war als Kind schon einsam

Heinrich war als Kind schon einsam. Dieser bedeutungslosigkeitsschwangere Satz ist kein literarisches Zitat und auch kein Filmtitel sondern der (sperrige) Name einer Band. Einer Punkband. Und FRATER ALOISIUS SAYS HELL-O ist tatsächlich die erste Internetseite der Welt, die Heinrich war als Kind schon einsam erwähnt.
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Star Wars Episode III – DVD (und Star Wars-Fan-Art: Yoda verlässt Kashyyyk)

Klar freue ich mich, wenn am Montag, den 31.10.2005 die Doppel-DVD star Wars Episide III – Die Rache der Sith erscheint. Da werde ich wohl, anders als bei der in meinen Augen armseligen Episode I und der immerhin schon etwas weniger armseligen Episode II, gleich in den Kaufladen rennen und den Typen 20 oder meinetwegen 24,99 Euro auf den Tresen pfeffern.

Ich gehe mit der herrschenden Meinung konform (sagt man so?), dass der dritte Teil der neuen Trilogie der beste ist. Die an FRANKENSTEIN angelehnte „Erschaffung“ des Darth Vader ist einfach…göttlich, einfach saucool.

Ich mag auch die vielen Planeten, die, nur um des Effekts willen, hastig durchschritten werden… Man muss direkt von einem bunten Strauss fremder Welten sprechen, allesamt liebevoll und mit regelrecht überbordender Fantasie kreiert…hach! Schwelg!

Und, ja-ha schon gut, drauf geschissen: Die Schauspieler sind großenteils schwach, ich weiss, und die Dialoge… na ja, aber darum geht es nicht. Auf die Handlung hingegen lass ich nix kommen. Schönes dunkles Drama, klassisch.
Nur: Das DVD-Cover, also das bereits bekannte Poster-Motiv ist einfach ekelhaft. So billig und blöde. Ein harmloses Kitschbild. Damit auch ja die erhofften 10 Millionen Leute, vom Kleinkind bis zu Greis, ins Kino rennen und sich die DVD kaufen. Wenn man mich gefragt hätte: Ein fieseres Motiv wäre angebracht gewesen. Warum denn nicht Darth Vader auf dem OP-Tisch oder Yoda vor seiner Rettungskapsel.

Bibi hat den Streifen noch nicht im Kino gesehen, bin auch schon sehr gespannt, was sie sagen wird. Ach, das wird schön. Einzige Gefahr: Hoffentlich penne ich nicht ein. Ab etwa 21 Uhr überfällt mich gewöhnlich bleierne Müdigkeit. Scheiß frühes Aufstehen!

(Für die Suchmaschine: Dieser Eintrag enthält Fan-Art: Yodas Flucht von Kashyyyk yoda leaves Kashyyyk. Wie immer: mit ruhiger Hand hastig per Paint erstellt von Eurem lieben Frater Aloisius)

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Fast ein Bilderrätsel

Dies sollte eigentlich ein Bilderrätsel werden. Und wer erraten hätte, welches derzeit panikerzeugende Schlagwort Frater Aloisius hier illustriert hat, hätte 1 x 6er Chicken McNuggets mit Sauce nach Wahl gewinnen können.

ABER: Ich machs doch nicht als Rätsel und die Verlosung fällt flach.
DENN: Für die Suchmaschine muss nämlich unbedingt das STICHWORT hier genannt werden, damit Suchende diesen Eintrag finden!

Also, wenn Du mitraten willst, bitte jetzt nicht weiterlesen.
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VOGELGRIPPE / VOGELGRIPPE – COMIC / VOGELGRIPPE-KARIKATUR / VOGELGRIPPE-BILD / VOGELGRIPPE ? BILD / VOGELGRIPPECOMIC / VOGELGRIPPE.JPG / VOGELGRIPPE PIC

ach ja: und hier gehts zur „best of“ meiner Zeichnungen.

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Der spaßig Pümpel

Micromaus (18 M.) und Minimaus (4 J.) lieben es zur Zeit, mit dem… wie heissts… dem „Pümpel“ aus dem Bad zu spielen. Mit dieser abflussbefreienden roten Gummisaugglocke mit Holzgriff, wie Tetsche sie nebst Spiegelei immer auf jedem seiner Bilder im Stern unterbringt, Du weisst schon.

Jedenfalls FLOPPPPP!!!! hauen die das Dings irgendwo auf den Fußboden und lachen sich schlapp, wenns kaum mehr abzukriegen ist. Wenn sich der Unterdruck dann unerwartet und plötzlich doch löst, wird durch die Gegend gepurzelt. Allerliebst!

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Satanscomic Folge 1000: Wochenende

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02. Oktober 2005, 11:30 Uhr

Zeit für einen Mittagsschlaf,denke ich und folgender Dialog spielt sich ab:

Aloisius: „Micromaus, willst Du jetzt mal schlafen?“
Micromaus (19M.): „Nein, Zwieback!“

Aha! Von dieser Alternative wusste ich garnichts, aber nun gut.

Nach dem Zwieback-Genuss:
„Schläfst Du jetzt mal?“
„Ja!“

Manchmal ist es einfacher, als man denkt.

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Die kesse Augenärztin

(eine zunächst heitere, im weiteren Verlauf dann ernste Geschichte aus dem Leben des Frater Aloisius)

Es ist schon länger her, da passierte es mir, dass ich, beim Testen ob die Batterie noch tut, frontal in den Todes-Strahl solch eines kleinen Laserpointers schaute.

Aua! Das hat geblendet.

Die mistigen Teile hatte es irgendwo als Give-away gegeben, für lau. Vielleicht war es Einbildung, aber mir tat daraufhin mehrere Tage lang das Auge weh. Da beschloß ich, eine Augenärztin in meiner Nähe aufzusuchen. Ich hatte keinen Stamm-Arzt für die Augen, war vorher nur für den Zivildienst beim Sehtest, sonst nie. Ich ging einfach zur erstbesten.

Die Ärztin entpuppte sich als total kesses, hübsches, äh… heisses Gerät!!!

Und sie kam wirklich ultranah. Ihr pfirsichweiches Puppengesicht direkt vor meinem. Und dieser Akzent…. Sie untersuchte mein krankes Auge mit einem Gerät und gab mir immer vor, wohin ich blicken solle. Ich hatte Schwierigkeiten, dahin zuschauen, wo ich sollte. Überall wollte ich (ihr) hingucken, nur nicht nach rechts oder links oder oben oder was weiss ich was sie alles verlangte. Der Kittel war auch voll vorteilhaft geschnitten und dabei trotzdem praktisch. Egal, irgendwie war das lustig. Ich verrate jetzt weder Ort noch Namen,

…nur eins noch, ganz am Rande:
Am Empfang der Praxis saß eine Person, die ganz offensichtlich eine (leichte) geistige Behinderung hatte. Tat ihren Job hochkonzentriert und mit Begeisterung, vielleicht etwas langsam. Wovon ich damals zwar Notiz nahm, was mir aber herzlich gleichgültig war.

Heute, wo wir Minimaus (4) haben (wir, also Bibi und ich, nicht die Augenärztin und ich, das war doch bloss Schwärmerei!!!) und mit dem Down Syndrom der Minimaus (4) konfrontiert sind, richte ich große Aufmerksamkeit auf solche Themen, solche Beobachtungen.

Meine Hochachtung gilt jenen Arbeitgebern, die auch behinderten Menschen eine Chance geben. Ebenso wie meiner Verachtung sich diejenigen sicher sein dürfen (bloß juckts keinen) die solche Schritte gar nicht erst in Erwägung ziehen. Und natürlich fragen wir uns, wie die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Situation wohl sein mag, wenn Minimaus erwachsen ist. Wir selbst haben, wenn auch nur einen kleinen, Einfluss darauf und bestimmt wird man kämpfen müssen, keine Frage.

Themen wie dieses werden unter anderem hier und hier behandelt.

 

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eins noch

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ohne titel

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In Sekundenschnelle entschärfte die Feuerwehr die Lage

(oder: Rettungswagen kommt Micromaus zu Hilfe!)

Erwachsene merken das gar nicht mehr: Wenn man nicht gerade völlig auf dem Land lebt, sondern halbwegs städtisch, hört man täglich, eigentlich ständig, durch das offene Fenster Feuerwehr-, Krankenwagen-, Polizei-Sirenen. Man nimmt es nur wahr, wenn man darauf achtet. Wir tun das inzwischen , weil Micromaus (18 M.) das Martinshorn heiss und innig liebt und den Rest der Familie jedesmal mit einem fröhlichen ?Tü-tata? darauf aufmerksam macht, bis es jeder gehört und dies auch bestätigt hat. Jedesmal! Ihre Oma bemerkte schon treffend: ?Sie lässt nicht ein einziges ?Tatü-Tata? aus!!!?

Gestern beim Abendessen gab es Ärger: Micromaus schmiss wiederholt ihre Nudeln um, aus purer Lust an der Provokation! Bibi und ich schimpften, bei jedem Umschmeissen ein wenig strenger. Als nach dem dritten oder vierten Mal wir wirklich superstrenge Ermahnungen, Flüche und Drohungen ausstiessen und gar die Nudeln wegstellten, drohte die Stimmung zu eskalieren. Micromaus schob die Unterlippe, den ganzen Unterkiefer vor, schmollend und voller ZORN, und einen gedehnten Moment lang fragte man sich: Gibt?s jetzt Geschrei oder bleibt es bei der grimmigen Miene?!
Auch Minimaus (4 J.) war die Situation unangenehm. Gebannt und stumm musterte sie ihre Kleine Schwester als wolle sie ihr bedeuten, endlich Vernunft anzunehmen! Niemand mag Tränen oder Geschrei!

In diesem Augenblick drang durch die offenstehende Balkontür von fern das vertraute Geräusch einer Bullenkutsche oder eines Rettungswagens. Tatüü-tataa!!! Sofort, in dieser Sekunde, erhellten sich Micromausens Züge! Die Weinattacke war abgewehrt! Im fröhlichen Triumpf, es als Erste vernommen zu haben, informierte uns Micromaus: ?TÜTATAA!!!!?, und freute sich. Bibi und ich wurden unmittelbar von einem Lachanfall geschüttelt. Es folgte Minimaus. Als letzte stimmte Micromaus ein, die sich zuerst garnicht bewusst war, einen Scherz gemacht zu haben! Die Situation war entschärft und die Nudeln gab es auch zurück!

(Dazu ein Zitat aus HELLBOY:
Sirenengeräusche: ?Tatü-Tataa…..?
Hellboy: ?Hey, sie spielen unseren Song!?)

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Aus einem Bus voller Omas gestürzt!

37th steps777 ausschnitt

von Frater Aloisius

Na, das war ein Tag, damals vor etwa 8 Jahren! Ein Sonntag in Frankfurt. Bibi und ich mussten mit dem Bus von Bornheim nach Praunheim/Hausen fahren. Ein sonniger Sonntagmittag, und während wir auf den Bus warteten, holten wir uns beim Kiosk, also beim Wasserhäusi, wie der Frankfurter sagt, etwas zu Trinken. Bibi ne Limo, und ich, aus einer übermütigen Laune heraus und obwohl es am helllichten Tag sonst keineswegs meine Art ist, entschied mich für eine Dose Bier.

Ein schäbiges, asoziales Dosenbier, mitten am heiligen Sonntagmittag.

Der Bus kam und wir machten es uns hinten auf einem Viererplatz bequem, wobei ich mich wohl etwas verkorkst-gemütlich hinsetzte: Ein Bein hoch, angewinkelt unter das andere geklemmt, und mit dem nicht eingeklemmten Fuss in der Luft schaukelnd. Eine Hand um Bibis Schulter, die andere an der Bierdose.

Es war eine Buslinie, die wohl an einem Friedhof vorbeiführte. Dies bedeutete, dass in großer Zahl einzelne, ältere bis hochbetagte Damen mitfuhren. Niemand sonst fährt sonntags mittags Bus, wenn nicht zum Friedhof.

Stadtteil Hausen! Wir mussten raus. Als ich mich aus meiner lässigen Sitzhaltung entknotete und durch den Gang zum Ausgang lief (hinter Bibi), stellte ich fest, das mein Bein eingeschlafen war, aber wie!!!! Ich konnte kaum laufen, ein unangenehmes Gefühl: Es kribbelte scheusslich aber jegliche Kraft war aus dem Bein gewichen! Da stakste ich den Gang entlang mit meinem Dosenbier wie Kapitän Ahab, der dem Weissen Hai seine Holzprothese zu verdanken hat, übers Deck bei Sturm und Seegang. Es war übrigens kein moderner Niederflurbus, sondern das höher gebaute Vorgängermodell, wo es zur Tür ein Treppchen herunter geht.

Und dieses Treppchen fiel ich hinab! Richtig spektakulär donnerte ich aufs Trottoir! Schepper!, Bier spritzt, 20 Greisinnen schauen zu mir, Bibi dreht sich um und lacht los, wundert sich, dass ein einziges Bier mich so ausgeknockt haben soll!! Ich nahm das unschuldige Getränk in Schutz und klärte sie über das eingeschlafene Bein auf!

Ham wir gelacht. Sowas peinliches!

Werktags hätte das kein Fahrgast gross bemerkt, Werktags fährt allerhand verrücktes Volk mit Bus und Bahn. Aber Sonntags mittags ist das anders. Was für ein verkommenes Bild der Jugend bot ich den versammelten Witwen. Bei der nächsten Busfahrt saß ich gerade und trank Limo.

getraenke2

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Flaggen-Nachhilfe

Mann, bin ich blöd!

Ich dachte immer, die Flagge von Jamaika wäre das, was man unter 1.) hier unten sieht. Da war ich jedoch im Irrtum. Das ist Äthiopien!!!
Tatsächlich ist 2.) die Flagge von Jamaika.
Ich bin nicht gut in diesen Dingen! Aloisius, Aloisius, ein Fünkchen Allgemeinbildung muss schon sein! Falls noch jemand so deppert war wie ich: Für Dich ist dieser Eintrag ;-)! (Verewige Dich mit einem Kommentar, ich freue mich!)

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Der praktische Apfelkerngehäuseausstecher

Solch ein Apfelkerngehäuseausstecher fehlt ja wohl in kaum einem Haushalt. Bei uns kommt er allerdings weniger zum Ausstechen von Apfelkernhäuserls zum Einsatz. Er hat weitaus edlere Aufgaben.
Wenn Lasagne oder eine turmhoch belegte Pizza im Ofen schwelt, kann man mit diesem Designklassiker nämlich prima eine Probebohrung vornehmen – zum zweifelsfreien Herausfinden, ob das Essen schon gar ist.

…oder (siehe unscharfes Foto) in destruktiven Gemütslagen eine unschuldig herumliegende Zitrone maltätieren…

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MOTÖRHEAD: das bemerkenswerte „keys to the kingdom“

 

Welches wohl der ungewöhnlichste Song von Motörhead sei? Die Frage ist ja echt haarig! Für Neunundneunzig Prozent der Menschheit klingt eh alles gleich und dem Rest ist es so egal wie -ach, egal.

Trotzdem, hier wird das jetzt erörtert:

Immerhin geht es um eine der besten Bands der Welt, immerhin feiert der Chaostrupp um Lemmy Kilmister (Let me kill, Mister), diesem zähen Weihnachtsmann, im heurigen Jahr das dreißigste Schaffensjubiläum, welches sie auch zu Feierlichkeiten nach Wiesbaden in den Schlachthof führen wird, am 18. Oktober 2005 nämlich, und ich gehe da wahrscheinlich hin und Bibi vielleicht sogar auch und schliesslich bin ich schon seit mindestens 26 Jahren Fan von Motörhead,

namentlich seit jenem schicksalhaften Tag anno 1979, als unser Nachbarsjunge in Tschernovülbel mir die „Overkill/too late, too late“-Single vorspielte, und ich als neunjähriger wie elektrisiert war und nicht zuletzt angesichts dieses grandiosen, geifernden Höllenhundes auf Cover der 7-Inch-single sofort zum glühenden Verehrer dieser over-the-toppen, superschnellen kratzigen, wüsten und dennoch so puren und gradlinigen Rockmusik wurde. Meine Lieblings-Redensart in diesem Zusammenhang lautet: Lemmy zupft wirklich einen flotten Darm. Wobei die Seiten heute wohl eher aus Metall und Nylon bestehen dürften.

motörhead overkill 1979

Viele werden antworten: Das ganze Album „Another Perfect Day“ von 1983, auf dem Brian Robbo Robertson von Thin Lizzy die Gitarre übernahm, nachdem Fast Eddy Clarke das Handtuch geworfen hatte, war mit seinen Southern Rock-Einflüssen das Merkwürdigste der Bandgeschichte. Den nächsten echten Knüller lieferte Lemmy erst wieder zehn Jahre später: Nach Jahrzehnten heiseren Krächzens sang er seine Antikriegshymne „1916“ mit glockenklarer Chorbubenstimme.
Auf dies alles will ich nicht hinaus. Nach weiteren Äonen mittelprächtiger Produktionen aus Oma Kilmisters Waschküche war es vor einigen Monaten nämlich Zeit für die nächste Überraschung. Genau: Das für mich ungewöhnlichste Stück von Motörhead erschien 2004 auf „Inferno“. Nein, ich meine nicht den „Whorehouse Blues“, der vielfach als so bemerkenswert empfunden wurde, ist ja auch nicht schlecht.

Vielmehr spreche ich von „keys to the kingdom“.

Jawoll, „keys to the kingdom“, welches zunächst mal ganz, ganz konventionell als bluesiger shuffeliger Hardrock-Schleicher loshoppelt, nicht wie die lärmenden Hochgeschwindigkeitsausbrüche, für die die Typen bekannt sind, sondern eben eher diese Boogierock-Schiene, die an zweiter Stelle kommt. Nichts neues und streng regelkonform komponiert. Dädä-Dädä, eine bluesige Strophe, zwei Durchgänge, dann ein Refrain, schön melodiös und gemütlich heavy, düdeldü-dü, ein kleiner Überleitungsschlenker und dann: noch eine Strophe, noch ein Refrain. Bevor das Stück dann mit noch einer Strophe und noch einem Refrain zu Ende geht, passiert etwas, was in vielen oder wenn ichs mir so überleg in fast allen ordentlichen Rocksongs passiert: Es gibt ein Solo, einen Break, also einen Zwischenteil. Aber – jetzt kommt der Gänsehaut-Teil: So ’nen Zwischenteilsolch ein Solo hatte es bei Motörhead in 30 Jahren noch nie gegeben.

Der Moment ist wie in Matrix, wenn plötzlich alles stillsteht und die Coen-Brüder in den Bullet-Time-Modus umschalten. Der Gesang hört auf, der Bass verstummt, nur noch die Rhythmusgitarre gniedelt weiter, verlässt die Bluesstrukturen, steigt in Sphären empor, die an Klassik oder Barock erinnern. Ein Gitarrensolo, ganz gewiss das Melodieverliebteste im bisherigen Leben von Motörhead, setzt ein und Du bist sowieso schon völlig hinüber und fragst Dich, welche Gruppe da doch gleich am Werk ist, wirst nämlich gewahr, dass da im Hintergrund Streicher das Ganze überzuckern. Heisser Scheiss, Mann, und etwas ganz Besonderes. Diese kleine Songperle britischen Rock’n’Roll-Schaffens werde ich mein Leben lang wohl niemals nicht mit Gänsehaut hören.
Aber Hallo, bei Lemmys Warzen. Ach übrigens, während ich dieses bisher längste Posting meines Blogger-Daseins verfasse, läuft der kleine Bluesrockdiamant auch wieder im Repeat-Mode, und neulich in der S-Bahn genauso, im Kopfhörer. Wer soviel Geduld aufbrachte und bis hierher noch dabei ist, kann übrigens einen Preis gewinnen. Einsendeschluss ist der 3. Oktober 2005 und alles was Du tun musst ist einen Kommentar hier hinterlassen, der die Überschrift trägt: „Mein schönstes Erlebnis mit Heavy Metal und einer Sechser-Herrenhandtasche“ und dann natürlich besagtes Erlebnis schildern. Bin gespannt. Was ich verlose, wird noch überlegt. Dosenwurst vielleicht. Einen Sonderpreis könnte e es für denjenigen geben, der alle Fehler, in Grammatik und Inhalt, dieses Eintrags findet. youtube.

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Die zauberhaftesten Duette der Welt

1: „Dolphins“ – Beth Orton & Terry Callier
2: „Haunted“ – Shane MacGowan & Sinead O’Connor
3: „Cruisin'“ – Huey Lewis & Gwyneth Paltrow
4: „What a wonderful world“ – Nick Cave & Shane MacGowan
5: „fairytale of New York“ – Pogues (& Kirsty MacColl)
6: „the weeping song“ – Nick Cave & Blixa Bargeld

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Wie einmal Minimaus ihre Schwester Micromaus beschützte.

Für Bibi und mich eine süße und eigentlich rührende Geschichte.
Für den Rest der Welt vielleicht gar nicht weiter interessant. Wo findet Ihr es dennoch? Natürlich bei FRATER ALOISIUS SAYS HELL-O!

Die zwei waren mit uns kürzlich auf dem Spielplatz und als sie in einem kleinen Spielholzhaus spielten, tauchten zwei größere Kinder auf, ein Bub und ein Mädchen. Nicht unbedingt älter als Minimaus, 4 Jahre alt etwa, aber natürlich reifer als unsere Große mit dem ihr eigenen, behinderungsspezifischen Entwicklungsstand. Die zwei anderen Kinder fingen ein lustiges Spiel an: Sie miemten so etwas wie ?böse? Hausbesitzer (oder ?böse Vermieter?) und begannen, mit unterdrücktem Kichern, Minimaus und Micromaus mit lautem, wildem ?GRRRR, GGRRRR!!!? zu ?vertreiben?.
Nix schlimmes, ganz harmlos, Bibi und ich blieben im Hintergrund und beobachteten die Szene interessiert ? natürlich muss, darf oder braucht man nicht wegen jedem Scheiss gleich eingreifen.

Mini- und Micromaus reagierten total irritiert und wussten die Situation nicht recht einzuschätzen. Sie spürten die Überlegenheit der zwei Frechdachse und bekamen ein bisschen Angst. Trotz alledem von sicherem Instinkt geleitet, beschütze Minimaus ihre kleine Schwester, unser ?Baby?.
Minimaus stellte sich vor ihre kleine Schwester, streckte den Arm aus und versuchte, Micromaus aus der Gefahrenzone zu scheuchen!
Bibi und ich schauten uns an und waren stolz, ehrlich, na und!

Minimaus, die Sonne in der Zeichnung lacht für Dich und Du weißt warum.

Grüsse,
Aloisius

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Mit den Supermodels auf Tuchfühlung, hehehe

hier gings ja schonmal um die Frage, was könnte man mal machen, wenn 1 Wechsel angesagt wäre. Das mit der Hühnerfarm war aber nur meine bescheidene Art, für artgerechte Tierhaltung einzutreten, was aber keiner gemerkt hat. Die Food-Fotografie hingegen war ernstgemeint.

Von manchen Berufen weiss man garnicht, dass es sie gibt, sonst hätte man sie garantiert ergriffen. Zum Beispiel habe ich gehört, dass es bei Modeschauen (und ich meine jetzt nicht irgend n Quatsch in der Prolldisco von Würselen oder Mallorca, sondern richtige Modeschauen. Die Haute Couture, jene Events, wo die besten Stardesigner der Welt in Mailand, Paris und Tokyo der verblüfften Menschheit ihre Ideen präsentieren – an den erstaunlichen Körpern der echten Starmodels) dass es also bei diesen Modeschauen, wo ja alles glatt laufen soll und schnell gehen muss, die Welt schaut ja hin, im Hintergrund Mitarbeiter gibt, die den Models beim An- und Ausziehen helfen!!! Hallo? Wie cool bitteschön ist das denn!?! Was muss man gelernt (oder studiert) haben, um für diesen Posten in Frage zu kommen??? Also, wenn ich so n Job hätte, würde ich gleichzeitig jedoch die Gelegenheit nutzen,
den Mädels gut zuzureden und ihnen Zuspruch zu spenden: so in der Art: „lasst doch die Finger von den Scheiss-Drogen, werdet nicht essgestört, glaubt auch an die inneren Werte, nehmt Euch Zeit, bloss keine Hektik, Geld ist nicht alles, usw usf“

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hommage an mary

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Typische Sätze, die nur Eltern sagen

Es gibt Sätze, die Bibi und ich erst sagen, seit wir Kinder haben. Sätze, die man nur zu oder über Kinder sagt. Oder typische Sprechtechniken.
Hier die Top-Liste. (Bitte keine Ranking-Show mit Oliver Geissen draus machen!)

Hab‘ ich ROTZE auf der Schulter?

Gehen wir noch zum Playing-place >(wahlweise S.P.I.E.L.P.L.A.T.Z.)?

Geben wir den Kindern noch eine B.A.N.A.N.E?

Niemand kann so schnell Buchstabieren (oder so gut fremdsprachige Wörter in den Redefluss einbinden), wie Eltern kleiner Kinder. Die Welt weiss: Kriegen die kleinen Schlaumeier spitz, was man meint, geht das Quengeln los.

Nicht nur die Butter ‚runterschlecken! Esst auch das Brot auf!

Nur Spielen! Nicht den Sand aufessen!!!

Erst springen, wenn ich die Arme aufhalte!!!

Lasst den Marienkäfer in Ruhe. Der will das nicht!

Noch Vorschläge?

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TIEFENPSYCHOLOGISCHER SATANSCOMIC !!!

Tach Leude, ich habe was für Euch gezeichnet.
Die Geschichte kommt mit wenigen Worten aus, ist aber auch so verständlich.

Der Comic heisst:
DIE VERFLUCHTE FABRIKRUINE
(Frater Aloisius, 05.Sept. 2005)

Die einzelnen Kapitel lauten:
1) Missgeschick in der verfluchten Fabrikruine
2) Die Rettung
3) Die Heilung
4) Happy End




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ohne Titel

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Mit Minimaus und Micromaus im Opelzoo

Das war schön, an einem spätsommerlichen Sonntag mit Micromaus (16 Monate) und Minimaus (4 Jahre) den Opelzoo zu besuchen! Als Frühaufsteher standen wir dort schon vor 10:00 Uhr auf der Matte. Da wars noch schön leer. Als wir Mittags heimgingen, liefen wir am Ausgang an langen Besucherschlangen vorbei, die nun hineinwollten!

Am lustigsten anzusehen waren die Erdmännchen.

Direkt hinter einer Glasscheibe kämpften und tobten sie und bissen sich (genau wie Menschen! Nur klein und pelzig.).

Bei diesen Kämpfen lag dauern jemand (das jeweils unterlegene Tier?) auf dem Rücken, liess sich beissen und biss zurück..

Später, zuhause, spielte Minimaus, mit einem Arm vorm Gesicht als Rüssel, dann einen Elefanten, der imaginäre Karrotten vom Teppich aufsammelt und dabei trompetet. (Man darf die Tiere im Opelzoo füttern und die Leute schleppen tütenweise Karotten und Brötchen da rein!). Gleich darauf ermahnte Bibi dann Minimaus, sie solle sich nicht an die Möbel hängen (mit einem Arm). Worauf diese zu verstehen gab, sie sei jetzt ein AFFE!

Wir schlugen vor: Spielt doch mal Erdmänchen! Und dachten insgeheim: Das kriegen die nie hin!!! Aber, zack, zack, lagen se plötzlich beide auf dem Rücken und kicherten sich eins! Es war zum piepen!

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C. hat ne neue Gitarre!

Ich habe Minimaus eine neue Spielgitarre gebastelt. Die alte, aus Pappe, ist schon total ramponiert. Diese hier sägte ich nun aus Holz aus!
Minimaus fing gleich an, damit herumzu“posen“ und zu singen, worauf Micromaus, kreiselnd herumtanzte.

Bibi fiel besonders die comic-hafte Form auf.

Stimmt. „Comic-hafte Formen“, das ist so etwas wie das ästhetische Programm meines Lebens. Wisst ihr, was ich meine? Meine Lieblingsgegenstände waren schon immer diejenigen, die, obwohl sie eben nur gegenständlich sind, soetwas wie eine Seele besitzen, oder eine Art heiterer Wärme ausstrahlen. Zeugs, das aussieht, als ob es mit schnellem Strich gezeichnet wäre, das aber real ist. Beispielsweise die gedrungenen Flaschen, in denen „Bitburger“ verkauft wird. Oder Rody, das lustige Pferd. Oder vieles von Alessi. (Bei Koziol hingegen isses schon wieder zuviel.) Oder diese super Schuhe, die es leider nicht mehr gibt, von Northwave. Ein Paar habe ich noch, das fällt aber bald auseinander. Oliver Korritke trägt sie in „Die Musterknaben“.

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OH NO!!! ABDUCTED AGAIN!!!

Ein Blog, das gelesen werden will, braucht EROTIK. Schon zu Beginn des Medienzeitalters wusste man: SEX SELLS. Und, seien wir ehrlich: Ein gewisses „Mystery-Element“ muss auch dabeisein. Wohliges Gruseln. Sonst kommen keine Besucher auf Deine(r) Page. Um BESUCH geht es auch hier im Bilde:

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ABDUCTED !!!

Seltsam, seltsam: Unter Hypnose zeichnete ich dieses Bild. Immer und immer wieder! Aber, Schwamm drüber, wird schon nix bedeuten, oder???

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Rezept für Hefeteig / Pizzateig

Leude, man darf ruhig auch mal ganz unbescheiden etwas bloggen, worauf man stolz ist. Und, es ist nunmal so, dass die Männer dieser Welt mich dafür beneiden und die weiblichen Bewohner des Planeten mich dafür anhimmeln: ICH KANN HEFETEIG. AUSWENDIG, ohne Waage, ohne babbigen Notizzettel oder verranztes Buch. Aus dem Kopf. Innerhalb weniger Momente. Und der ist lecker, bei Gott und sämtlichen Dämonen, Jessesmarantjosef!!!

Diese wundervolle Fähigkeit, meine erstaunlichen Kniffe möchte ich nun der Welt mitteilen. Los gehts:

Du nimmst einfach eine beliebige Menge Mehl, zB 500 Gramm, eine Menge halt, die dir für die Personenzahl die es zu verköstigen gilt, passend erscheint. Ich mische ein geiles, leckeres Mehl zusammen aus 50% Dinkelvollkornmehl, etwa 40 %weissem Weizenmehl und einem unbestimmten Anteil so Hirsepulver, was Mama uns manchmal von einem Öko-Marktstand mitbringt. Ein leckeres, knuspriges und gesundes Pulver. Früher hätte man mich mit sowas jagen und enttäuschen können (Juchuuuh, es gibt Pizza!!! ….Seufz: Vollkornmehl, mäkel, knotter, mockel…) Aber heute sind wir anders und sowohl Bibi als auch Minimaus als auch Micromaus plus ich lieben diesen Teig.
Okay, wie geht es weiter. Ach ja, zum Herstellen von solch einem lockeren, fluffy jedoch heavy Hefeteig hört man am besten so eine heavy hüpfende, fluffig-mellowe Musik. Beispielsweise so Boogie-Rock, etwa ZZ Top oder Five Horse Johnsons. Dann geht er (der Teig) gut ab …und auf.

Jetzt in einem Schälchen die Hefe (einen Würfel) mit einem Schlückchen warmen Wassers vermischen und mit etwas Zucker. Zucker braucht die Hefe, den futtert sie gewissermaßen weg wie nichts und wird noch reaktiver. Dieser Vorteig ist ein altmodischer Bestandteil des Hefeteigbackens, die moderne Schule lehrt etwas anderes, aber mach es wie Du willst, ich mach es so. Der Vorteig kommt in die Mitte vom Mehl und wird ein wenig verrührt, dann kann er gehen, Tschüss. Dann wird mit einem Küchengerät, über dessen Name viel gestritten wird, „Mixer“ wäre meines Erachtens falsch, das Verrückteste, was ich je gehört habe, war „Rührfix“, ich nenne ihn einfach mal Rührer (mit Knethaken) geknetet
und zwar unter Zugabe von vielleicht einem Weizenbierglas voll Wasser, lauwarm, etwa 1/2 l.
Und Salz kommt auch dazu. Na, wieviel wohl??? Nicht zuviel und nicht zuwenig, es soll ja schmecken. Und, ganz wichtig: Olivenöl. Bei Curly war mal eine unglaublich tolle Party, verdammt gelungen und superlustig und da gab es sauleckere Pizza Curly hat mich so beiseite genommen in der Küche und mir zu verstehen gegeben, dass im Teig, ich weiss nicht, eine GANZE FLASCHE Olivenöl oder eine ähnlich ungeheuerliche Menge drinwar!!! Das beeindruckte mich und seither bin ich mit diesem italienischen Lebenselixier auch nicht mehr so sparsam. wassolls, mer lebt nur einmal, kicher! Okay, Schluss für jetzt, der kleine Aufsatz hier ist mir viel zu lang geraten ausserdem soll jetzt auf Arte eine Patricia Highsmith-Verfilmung (eines der „Ripley-Romane“) unter Regie von Wim Wenders kommen, mit Dennis Hopper. Bei Fragen einfach Kommentar oder e-mail, meine Lieben! Ich freu mich!

Seeya@HELL!!!!

P.S. Und was hört man zum Essen? Egal, ZZ Top kann doch ruhig weiterlaufen.

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Die Körpersprache der Kinder

Es könnte ja nerven, aber ich finde es auch niedlich, dass, sobald Bibi den Raum verlässt und zB. mal kurz im Bad oder sonstwo verschwindet, die Kinder, kaum schlägt die Türe zu, mich fragen, wo ihre Mama denn hingegangen sei. Beide, Micromaus weil sie so klein ist, Minimaus weil sie eben nicht so lange Sätze kann, fragen nur mit einem Wort: „Mama?“. Nicht etwa : „wohin geht Mama?“, nein, einfach: „Mama?“. Dieses jedoch hundertmal, immer und immer wieder, bis ich, erschöpfend und verständlich, erklärt habe, dass Bibi gleich wieder käme. Bis ich mich also zu einer Antwort auf das eigentlich Selbstverstädliche herablasse, hihi.
Neulich hielt ich Micromaus (16 M.) einfach mal zwei Minuten lang hin.
Da ging es dann: „Mama?…Mama??…Mama???…MAMA????…“

Als ich dann zu Micromaus schaute, setzte sie sogar Gesten ein. Aber so süss und gleichzeitig so höflich und mit Nachdruck, dass ich es versuchen musste, zu zeichnen: So ein hilfesuchend-beharrliches Zeigefinger-Heben, kicher, kicher!!!

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Eine obskure Perle des Bass-Handwerks. THE AWAKENING by THE REDDINGS

bass 2222

Codo war vielleicht 14, ich 11 Jahre alt, als er mir eine Cassette überliess, auf der er ein Kinder-Science Fiction-Hörspiel aufgenommen hatte. Ausserdem auf dem Tape fand sich ein wahrlich wundersames Musikstück. Scheinbar zufällig mit drauf gelangt. Ein Wort wie „Funky“ kannte ich noch nicht, aber schon damals bemerkte ich, dass dieses Instrumentalstück eine ungewöhnliche Ausstrahlung besaß. Irgendetwas unterschied das Stück von anderer Popmusik. Mir kam es jazz-artig vor und ich vermutete, dass Codo es von seinem Klavierlehrer hatte. Es war so Musiklehrer-Musik, also Mucker-Mucke, das kann schon ein elfjähriger spüren.

Danach gefragt hatte ich Codo erst viele Jahre später, da wusste er leider nicht mehr, was es gewesen war. Das Stück begleitete mich über die Jahre, ich tapte es um, um es zu bewahren, brachte es hier und dort unter, immer unter der Beschriftung:

„Obskures Bass-Instrumentalstück“.

Inzwischen hatte ich nämlich begriffen: Das ungewöhnliche an dieser Komposition war, dass es sich um ein Bass-Schlagzeug Duett handelte, in der der E-Bass sein KOMPLETTES Klangspektrum präsentieren durfte. So wie er es, in der Rockmusik, die ich sonst mochte und mag, nie darf, schnüff, schnüff.

Singende Obertöne, Slapping: alles wird hier nach allen Regeln der Kunst vorgefürt. Wäre nicht die Gitarre schon immer mein Favorit gewesen, dieses Stück könnte einen jungen Menschen dazu bewegen, Bassist werden zu wollen. Jahrelang habe ich immer mal wieder musikinteressierte Leute (auch Bassisten) gefragt, ob sie diese obskure Perle kennen. Immer Fehlanzeige, aber jeder fands geil. (Die Möglichkeit zur Internet-Recherche offenbarte sich erst später!!!.)

Szenenwechsel.

1998 erschien auf „Rhinoplasty“ vom Primus eine 9minütige Liveversion des Hits „Tommy the cat“, in der Les Claypool, der grosse Bass-Virtuose der Gegenwart, sich Zeit für ein ausgiebiges Solo nimmt. Als ich dies zum ersten Mal ausgiebig anhörte, DA GLAUB ICH DOCH, MICH TRIFFT DER SCHLAG: Innerhalb von „Tommy the cat“ stimmt Les Claypool eben genau dieses komplette obskure Stück an! Ein Wiederhören nach Jahren. Ich dachte, ich höre nicht recht. Inzwischen glaubte ich nämlich schon, es sei nur eine Privataufnahme irgendeines Basslehrers. Woher kennt das dann aber Les Claypool??? Ein Blick aufs CD-Innencover genügte, dort war das Komplett-Zitat folgendermaßen angegeben:
„Tommy the cat includes „the awakening“ by the Reddings, Dexotis Music/Band of Angels(BMI)Aha. The Reddings, nie gehört. Ein Rätsel meiner Kindheit war also gelöst. Näheres Hier. Die Söhne von Otis Redding also, interessant. Wer eine Aufnahme davon hat, kann sie mir ja mal zuschicken, unter der bekannten Adresse des Frater Aloisius @ Hell.

Leser, die diesen Artikel anklickten, würden vielleicht auch DIES in Ihren Warenkorb legen: „Dos“ von Kira und Mike Watt. (p) 1986 new alliance records. Bass-Duette, immer etwas besonderes.

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Minimaus (4J.) und Micromaus (16M.) lieben Popmusik

Wenn Minimaus und Micromaus gute Laune haben, laufen sie singend durch die Wohnung. Bibi und ich lieben dies sehr und unsere Herzen hüpfen im Takt mit. Seufz!

Man erkennt dann natürlich immer wieder „Backe backe Kuchen“, „In der Weihnachtsbäckerei“, oder „Schlaf Kindlein Schlaf“. Aber auch Popmusik, das ist so lustig. Lange, lange, habe ich denen abends immer „Moses the prophet“ vorgesungen, das Peter Tosh 1978 auf „bush doctor“ rausbrachte. Eines meiner Lieblingslieder und ein, wie ich meine, Reggae-Geheimtipp. Als sie beide anfingen, es nachzusingen, und immer wieder zu verlangen, drückte ich C. die CD in die Hand und siehe da, von Peter Tosh hören sie es fast noch lieber als von Papa…
Wir könnten uns kringeln, wenn diese zwei winzigkleinen Kultfiguren mit
„Mosesssss!!!! Him not dead, him not dead!!!!“ auf den Lippen durch die Bude ziehen!

Ach ja: das jamaikanische Rastafari-Englisch kommt den kindlichen Englisch-Fähigkeiten der beiden natürlich sehr entgegen, hihi!

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blöde glotzendes Spieltier

Dieses Tier heisst „Rody“. Einerseits ist es saudämlich, andererseits: was solls, C. und M. haben Spass daran. für mich hat es auch etwas, naja, künstlerisches. Ich will hier nicht hohl daherlabern, aber: Dieses Pferdchen stellt seine Dämlichkeit so schrill und schreiend grell zur Schau, das es eine Art hat. Wie es da so unbeirrt hellblau glotzt! Die Formen sind so schlicht und zwingend einfach, dabei aber doch so witzig. Man meint, eine Parodie auf Pop-Art oder Comic-Kunst vor sich zu haben.
Ich denke immer, „Rody“ will mir etwas sagen. Aber was?
„Lies mal ein Buch über Andy Warhol“?
„Hör dir deine Talking Heads-Platten mal wieder genauer an“?
„Polier mich“?
„mich gibt es auch in gelb, grün und rot“?
„Je ne suis pas une pipe“ ?

Kunst und Kommerz treffen sich manchmal und es kann für Irritationen sorgen, wenn man im Museum etwas sieht, was man aus dem Supermarkt zu kennen glaubt, ODER UMGEKEHRT. Rody jedenfalls gehört ins Museum. Dieses Hüpftier ist moderne Kunst.
C. und M. nutzen es hauptsächlich, um draufzusteigen um aus dem Fenster schauen zu können.

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Ein aktueller Schnappschuss. Uups,ich wusste garnicht, dass ich fotografiert wurde…

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seeya@hell, yeah!

Hi Folks, I would just like to add some DARKNESS to the friendly site of Frater Aloisius in the worldwidespiderweb. For this… äh that uuups because .. ähh also hier etwas aus der.. äh..
…straight from hell, yessss:

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Das verschwundene Buch (nach einer wahren Begebenheit)

Wie sich eine, wenn auch von mir etwas hastig bebilderte, Geschichte zutrug, folgt hier:

Bibi wunderte sich: „warum hat Micromaus-15M. solch einen eckigen Hintern? Sind das die neuen, schlechtsitzenden Windeln, oder hat die Hose einen eher unvorteilhaften Schnitt???“

Des Rätsels Lösung sieht man in diesen Bildern

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Pleite in Santander. Oder: Der abgefarzte Gürtel.

Die 90er Jahre des letzten Jahrtausends fingen für Frater Aloisius locker an. Das Abi mit irgendeinem Mist-Schnitt in der Tasche und vorerst so wenig zu tun, das Papa mich eine zeitlang sogar „Freizeit-Boy“ nannte…Im „Subtext“ konnte der so Angesprochene lesen: „Beweg mal dein’ Arsch“.

Codo, Il-Kim-Jong, Gomez und ich verbrachten dann auch schöne Wochen in Santander, der „spanischen Hauptstadt des Sommers“. Das Problem, das eines Tages, gegen Ende dieses gelungenen Urlaubs, auftauchte, verstehe ich heute gar nicht mehr. Wir hatten nämlich plötzlich kein Geld mehr! Nicht, dass ich heute so reich wäre, aber ich versuche mich zu erinnern und frage mich, wie dieses Problem auftreten konnte. Okay, Kreditkarten hatten wir damals keine, aber es gab doch vor 15 Jahren schon EC-Karten und Geldautomaten, oder??? NEIN, gab es anscheinend nicht, ich glaube, wir waren auf so was wie „Reise-Schecks“ angewiesen, und auf Banken, die geöffnet hatten. Plötzlich war also die Knete ganz überraschend alle und wir erfuhren abends, dass der nächste Tag ein Feiertag sein sollte. Nirgends war Geld zu holen. Nicht für Benzin, um das Land zu verlassen, was nötig geworden war, weil einer von uns pünktlich wieder nach Deutschland musste, und nicht mal mehr für Abendessen. Verzweiflung und Panik wollten mit Macht von uns Besitz ergreifen…
Wir rechneten schnell aus, wie viele Martinis pro Nase drin sein würden auf dem wundervollen Platz zwischen unseren beiden Lieblings-Bars und ich sagte IM SCHERZ: „Wir müssten Bekannte treffen, die uns Geld leihen!“ Il-Kim-Jong darauf so: „ha-ha-ha, wen willsten hier schon treffen???“

Wenig später seh ich plötzlich in der feiernden Menge eine alte Schulkollegin von mir! Ich traute meinen Augen nicht und informierte stammelnd Codo, l-Kim-Jong und Gomez, die mir gleich bedeuteten, ich solle hingehen und nach Geld fragen. Gesagt getan.
Ich so: „Hallo was machsten DU HIER???“
Sie so: „Studieren. Und DU-hu??? Urlaub?! „ Worauf ich erwiderte: „Exakt, Baby, und wir haben kein Geld mehr!“ und ihr ganze die Misere verklickerte. Kurz drauf war die Sache geritzt, sie lieh uns was und wir feierten mit weiteren Martinis diesen größten Zufall des Jahrzehnts.

Eine andere haarsträubende Begebenheit trug sich folgendermaßen zu:
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Micromaus (15 M.) spricht das „s“ so lustig aus!

Ich glaube, Worte mit „s“ sind ihre Lieblingsworte.

…und man kann fast sicher sein, dass ein Glas Wasser schneller ausgekippt ist, als irgendwer schauen kann…

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Der beste Rocksong aller Zeiten

Im Jahre 1987 erschien „Locust Abortion Technican“ von den Butthole Surfers. Anders als einen Klassiker kann man diese Platte kaum bezeichnen. Ein Reigen total durchgeknallter Drogensoundexperimente. Ein Horrorkabinet verstörender Klänge. Irrsinn. Mittendrin findet es sich: Das beste Rockstück aller Zeiten: „Human Cannonball“, ein kleines feines Punkrock-Stampferlein.

Und so geht es:
Tick, tick, tick, tick, zählt jemand an, damit der Drumcomputer sein stoisches Industrial-Tempo findet. Dieser legt auch gleich los, um sein bummbibumm-bummbi-bumm-bummbibumm in aller ihm eigenen Erbarmungslosigkeit bis zum Ende durchzuhalten. Gibby kreischt etwas von „ready to rock!!!“ und „go!“, und während das „go!“ in seltsamen Verfremdungen wiederhallt, setzt auch schon der Bass ein, dem für die nächsten anderthalb Minuten eine einzige Note ausreicht: nänänänänänänänänänä…
Die erste Gitarre startet dezent mit Rückkopplungen und brät dem Grundakkord gehörig eins über, eine Zweite gesellt sich dazu und beginnt (oder hört auf???) rückwärts zu spielen.

(Wie bei „Tomorrow never knows“ der Beatles, oder wie bei Jimi Hendrix: Zum falschherum laufenden Tonband klimpert jemand seine Töne, sein Solo – läuft diese Aufnahme dann wieder richtigherum, vernimmt man jenseitige Klänge, die, slurp, sluurp, sluuuuurpppp, nicht angeschlagen werden, um dann zu verklingen, sondern vielmehr negnilkrev nnad dnu nedrew negalhcsegna. Umgekehrt eben. (Dieser vorliegende Versuch, das in Worte zu kleiden kann ja nur scheitern.)

Nänänänänä: Nach über einer Minute, sehr viel Zeit für einen „Popsong“, wechselt plötzlich der Akkord. Braat-Bratz, und gleich noch einmal, Brutzzzz. Keine Angst, mehr Akkorde werden es nicht; drei Akkorde, die heilige Dreifaltigkeit der Punkrock-Zunft, und diese drei werden sogleich für Strophen und Refrain genügen müssen. Tun sie auch. Ein geheimnisvolles, dunkles Riff, das, wenn ich ordentlich laut drehe, bei mir die Wirkung einer samtenen Abrissbirne entfaltet, die an einem Pferdehaar über meinem Haupte schwebt, oder so ähnlich.

Hoppla, jetzt geht’s richtig los: Nach anderthalb Minuten fängt der Song richtig an, und Gibby beginnt mit einer Eindringlichkeit zu singen, die es nur in den klassischsten Momenten der kultigsten Höhenpunkte der Rockgeschichte gibt. Ozzy O. , Hawkwind, Roky Erickson heissen die Bezugspunkte. Und dann, irgendwann…vorbei. Wahnsinn. Besser geht’s nicht.

soweit eine armselige, verbale Beschreibung meines Lieblingslieds.
Interessant hierbei noch sind die Kommentare von Fans auf amazon.com und amazon.co.uk, also den britischen und amerikanischen Seiten des Buchhändlers. Deutsche haben da noch nichts kommentiert. Komisch.

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Tach Leude!

mann, mann, was hab ich mir hier eigentlich fürn anstrengendes Hobby ausgesucht. Ich habe doch gar keine Zeit. Arbeit, Familie, …und jetzt auch noch „bloggen“??? Das ist was für Verrückte! Egal. Da müssemer dörsch.

Heute früh bin ich an so schönen Werbeplakaten vorbeigefahren. Becks Lemon, Krombacher Gold, so n Zeugs. Da fiel mir ein, dass ich ja mal den Berufswunsch „Food-Fotograf“ hatte. Nicht etwa, weil ich gerne fotografiere (das ist mir sogar lästig, und ich bin froh, dass Bibi die Kinder viel fotografiert. Das wäre zu schade: die werden groß, wir alt, und dann weiste ned mehr, wie die mal ausschauten, alsse kleinwaren.)Nein, bei der Food-Fotografie wäre es mir um das Zurechtmachen der Lebensmittel gegangen. So von wegen auf der Kakao-Packung das ist ja in Wirklichkeit dunkelbraune Lackfarbe, was da in die Tasse gekippt wird. usw, usf. die ganzen, lustigen Tricks.

Aber schätzungsweise wird im Zeitalter der Digitalfotografie ganz anders getrickts. Nur noch am Bildschirm, schnüff, schnüff. Die alten Techniken haben doch viel mehr Charme!

Man müsste überhaupt, zumindest eine zeitlang, einmal was ganz anderes machen. Von mir aus in Singapur oder Hong Kong auf einer Hühnchenfarm helfen, Federn aufzufegen. Vielleicht darf man sich da ab und an mal ein Hühnchen mitheimnehmen, eins das nicht mehr zu verkaufen geht. zu krank oder so. Uaarghh da streubt sich ja die Feder (…) und ich mag nicht mehr weiterschreiben.
seeya@hell!
Frater Aloisius

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Micromaus assoziiert

Zunächst: das Wort „assoziiert“ gefällt mir nicht. So schreibt man das nie im Leben. Aber ich habe keinen Nerv, das jetzt irgendwo nachzuschlagen.

Also: Micromaus (15 Monate) rast so mit ihrem Puppen-Buggy herum.
Ich so: Du spielst ja schön mit dem BUGGY!
Sie so: Backe backe Kuchen!

(ich so: (seufz) Buggy! Nicht BACKI!)

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Familienbild

Wieder eines meiner Werke, mit der Maus im Programm „Paint“ gezeichnet. Per Stift und Papier habe ich nämlich NOCH ein ruhigeres Händchen!!!

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C. und ihre Gitarre

Als kleiner Bub liebte ich es, mir aus Pappe eine „E-Gitarre“ auszuschneiden, sie mir mit einer Kordel umzuhängen und dann beispielsweise zu dieser göttlichen Pop-Rock-Dampfwalze can the can von Suzi Quatro zu posen und wie von einem Schwarm Bienen gestochen, herumzuhampeln.

 Letztens  haben wir öfters abends mal zusammen gesungen um dazu mit der (richtigen) Gitarre ein wenig herumzuklampfen. Das kennt C. auch vom Kindergarten, soviel ich weiss.

C. und M. liebten es,  wollten mitmachen, gar nicht mehr aufhören und M., die kleine Micromaus balancierte sogar auf dem Gitarrenkoffer und vollführte die waghalsigsten Sprünge. Die Stimmung stieg dergestalt an, wie wir es kurz vor Schlafenszeit eigentlich garnicht gutheissen.

Ich musste an Suzie Quattro denken und an die Pappgitarre! Flugs bastelte ich C. genauso eine und Bibi reichte sie noch abends C. ins Bett. Was soll ich sagen: Sie fährt derartig drauf ab, das es eine wahre Freude ist. Kaum sagt man um circa 19:45 Uhr jetzt geht’s aber ins Bett ihr Zwei, rast C. los, ruft Ka-tarre, Ka-tarre!! und verschwindet  mit dem Ding in jeweils der Ecke der Wohnung,  die vom momentanen Aufenthaltsort von Bibi und mir am allerweitesten entfernt ist. Es wäre ein Verbrechen, diesem Kind nicht bald das Musizieren zu lehren, das Erlernen eines Instruments zu ermöglichen. Aber Turnen sollense auch, damit se nicht so faul wie ihre Eltern werden, hähä. Naja, das ist relativ, denn immerhin sind wir kürzlich mit den Fahrrädern….Ende.

Gruss Aloisius

 

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Bizarre-Festival Giessen 1991

mein ticket bizarre festival giessen 1991

Das Bizarre-Festival in Giessen im Jahr 1991 gehört zu meinen erstaunlichsten Konzerterlebnissen überhaupt. Die Ereignisse kann man sogar bei Wikipedia nachlesen, nämlich hier im Eintrag über jenes geschichtsträchtige Festival, dessen Name inzwischen Terremoto lautet.

 

 Ich zählte bereits 20 Lenze, trotzdem war dies mein erstes richtig großes Festival. (Stimmt ja gar nicht, aber egal).

 

 Einige meiner Lieblinge sollten spielen, DANZIG, IGGY POP, PIXIES, BAD RELIGION und viele Indie-Ikonen mehr. Die Veranstaltung dauerte zwei Tage, ein Wochenende im Juni, und wir fuhren zu acht oder so mit zwei bis drei Autos hin. Curly war dabei, ich, Mr. Docmatic, Braumeister, Smelly, Moshpit, ich weiss gar nicht mehr wer alles. Muss mal recherchieren. Bereits Freitag Nachmittag rückten wir an, schon auf der Autobahn waren die vollbesetzten Rostlauben der Indierocker, besprüht oder aufbeklebert, deutlich erkennbar. Eine Karawane der Verwesten. In Giessen dann überall Hinweise,  Ordner und Bullen, Autoschlangen, Menschenmassen, Chaos. Man sollte auf die jeweiligen Zelt-Areale geleitet werden. Bald wussten wir den Grund der chaotischen Verhältnisse, Montags drauf stands ja auch in den Zeitungen. (Die bräuchte ich übrigens: Zeitungen aus Giessen vom Montag, 01. Juli 1991. Kann man sicher auftreiben, bloss ned online, hehe.) Man hatte 28.000 Tickets für das Festival verkauft, aber nur 5.000 Zeltplätze bereitgestellt und obendrein nicht damit gerechnet, dass der Großteil der Fans schon freitags aufkreuzen würde… So wurde das öde hessische Städtchen von zigtausenden abgerissenen, überwiegend bunthaarigen und in schwarz gehüllten Gestalten überrannt. Die Massen bahnten sich ihren Weg in Parks, Gärten und einfach überall hin, die unglücklichen Ordnungshüter wussten gar nicht, wohin mit den vielen Autos. Wir zum Beispiel landeten mit Zelten und Autos in einem Park, an einem Teich, bei Schwänen. Ich dachte zuerst: Was für eine geile, liberale Stadt, die ihren jungen Gäste einfach überall zu Campen gestattet!!! Man erfuhr ja auch erst später, dass das SO nicht geplant war!

 

 Das eigentliche Festival war klasse, die einzelnen Auftritte unterschiedlich. Will gar nicht auf alle eingehen. DANZIG, der „evil Elvis“, der „Schinkengott“ legte natürlich  einen göttlichen, verzeihung, natürlich teuflisch guten Auftritt hin!

 

 Passma auf, bloß eins noch: THROW THAT BEAT IN THE GARBAGECAN (heute nur noch THROW THAT BEAT, scheiss Verkürzungen) schrammelten ihren verspielten, naiven Indie-Pop am Sonntag morgens um 10 oder 11 Uhr als allererste Band des zweiten Tages. Wenige hörten zu, viele schliefen noch,  aber ich stellte mich ganz vorne hin  und lauschte und es kamen mir, ich weiss nur vage warum, bin ja kein Psychater, jedenfalls kamen mir TRÄNEN. Gottseidank trug ich Sonnenbrille. Das war eben rührend, na und! Auf eine niedliche Weise, einfach soooooo schöne Musik.

 

 Viele Jahre später, vielleicht 1995, hatte ich Gelegenheit, dem Sänger von T.T.B.I.T.G.C., Klaus Corfield, diese Geschichte zu erzählen. Er hat sich gefreut. Diese Begegnung wiederum trug sich zu auf einem Festival an der Borsigallee in FFM, welches man übrigens kaum finden konnte, so versteckt war es in einem Hinterhof. Und so schlecht besucht. Dabei gastierten dort auch die SPICE,  die für mich beste deutsch Funk-Band. Die besten Momente finden eben unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

 

 Ach ja: Das Bizarre-Festival fand nie wieder in Giessen statt. Und in folgenden Jahren erst mal auch nicht mehr zweitägig. Mit Kurti fuhr ich 1992 nochmal hin, da war es in Alsfeld bei Aachen und es gab einen verpatzten RAMONES-Auftritt über lächerliche 10 Minuten und die POGUES mit Joe Strumer als Gast-/Aushilfssänger. Fast schon ein würdiger Ersatz für den unnachahmlichen Shane McGowan. Wir waren mit Papas weissem Passat (oder Audi?) dort, der hinten diesen schicken Spoiler aufweist. Eine geile ?Brotzeitplatte?. Kurti und ich stellten uns auf dem Zelt- und Parkplatz hinten ans Auto, den Spoiler als Theke,  und tranken dort unseren Espresso aus der Caffetiere frisch vom Campingkocher. (Ganz recht, Caffetiere: Auch bekannt unter der Bezeichnung achteckige-Aluminium-Kanne-für-auf-den-Herd.) Ein bisschen Stil muss sein, ohne geht?s nicht, auch nicht inmitten des biertrinkenden jugendlichen Mobs, harharharhargggghhh.

 

 Am coolsten gefiel uns damals diese britische Shoegazer-Band SLOWDIVE. Die hörten wir uns im liegen an und staunten, wie klasse deren semigenialer, verschlafener Wabbel-Sound kommt, wenn man die Lauscherchen direkt überm Gras hat. Die Vibrationen, die sonst die Hosenbeine schlabbern lassen, verteilen sich, dort unten liegend, viel besser auf den ganzen Mann. Das nur mal so als Tip!

 

Tschü-hüs, Frater Aloisius   

 

 

 

    

 

 

 

 

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Picknick und Kino

Schön wars, mit C. im „Open-Air-Kino im Kindergarten. Bibi hatte C. schon lange vorher gesagt, sie würde ihr eine Vanillemilch einpacken. C. quengelte etwa 1 gesamte Std. im Vorfeld in ihrer unnachahmlichen Art nach der Vanillemilch. „Millimil-Millimil-MILLIMIL!!!“, bis sie sich endlich wieder anderen Dingen widmete. Als wir dann beim Picknick ankamen, war ihr erstes Wort, kaum dass ich die Decke ausgebreitet hatte: „MILLIMIL!!!!!!!!“. Jeder hat halt so seine Prioriäten.

Tante L. lobte C. mir gegenüber in den höchsten Tönen. Loben ist das falsche Wort. Sie schwärmt halt für unsere Grosse. Das ist Musik in meinen Ohren. Aber, und dass ist das Tolle: C. wird im Kindergarten ob ihrer Behinderung nicht verhätschelt oder in Watte gepackt. Es wird erwartet, dass sie die Regeln einhält, wie die normal entwickelten Kinder auch. Selbst die Kinder behandeln sie wie Ihresgleichen, nicht wie ein Baby oder so. Diese Art der Integration ist das Beste, was es gibt. Jedenfalls für C.. Andere Fälle mögen anders liegen.

Es gab übrigens „Petterson und Findus“, in spielfilmlänge (in-door, wegen Gewitter) was C. komplett durchhielt. Lange Aufmerksamkeitsspanne. Länger als ich. Ich tats mir nämlich auch an, während vorm Saal im Gang ne Masse Mütter und ein paar Väter sich Sekt reinzogen, zu Ehren des 100jährigen des Kindergartens. Die hatten nachher, bei der schwülen Witterung, allesamt ne ganz rote Birne!!! Tante L. und Tante H. nicht minder, Tante M. aber genauso, sind fantastisch. Dieser Kindergarten ist ein Segen.

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wie popkulturelle Geschichtskenntnisse mal meine Haut retteten

Eines Abends, keine Ahnung wann, waren wir, mit paar Leuten, in FFM unterwegs und wollten, als Ausklang von irgendnem Strassenfest noch in den Dreikönigskeller. An der Tür stand was von ?Sixties?, blabla, keine Ahnung. Wir so: cool, 60ies-Musik, ham a wa ja gern. Psychedelischen Garagenrock, den ganzen Prä-prä-prähistorischen Protopunk, whatever. Weiss garnich, wer da alles dabeiwar, jedenfalls aber Kurti und auch Curly. Bibi glaub ich nicht, muss ma fragen. Wir waren aufjedenfall alle mehr oder minder verwest, und, wichtig: Wir waren alle in unsere schwarzen Lederjacken gehüllt. Auf ebenso lockeres Volk wie wers selber sind, erwarteten wir natürlich auch zu treffen. Wir also: Die enge Treppe runter, es kamen uns schon Rauch und geile Beat-Klänge entgegen. Unten angekommen, schauten wir erst mal anscheinend voll komisch: Alle Besucher trugen graue Anzüge ? auf den ersten Blick reichlich seltsam! Unsere Geschichtskenntnisse halfen uns jedoch blitzschnell: Achso, das sind hier so ne Art Mods!!! Mod-Beat, Frühsechziger Stil! Wie in dem Film Quadrophenia mit The Who, schoss es uns durch die Rübe. (Ya?know, ?Mods? gegen ?Rocker?, Bandenkrieg, Brighton wird in Schutt gelegt…) Und wir, in schwarzem Leder, stolpern da mitten in die Mods, kicher! Einer der Mod-Revivalisten merkte uns unser Zaudern an und fragte uns die unvergesslich lustige Frage: HABT IHR EIN PROBLEM MIT DER MUSIK DER SECHZIGER JAHRE??? Worauf wir ihm sofort einhellig versicherten, dass dem nicht so sei. Nein, nee, nee, echt nicht, ehrlich, Ach wo, wir doch nicht! Es wurde noch ein schöner Abend. Puppi hatte uns vorher auf einem Fest (hab ich ja erzählt) so Werbe-Bärchen aus Plüsch geschenkt, die Sie verteilen musste. Mit denen haben wir dann gespielt: Wir liessen sie zum rumpeligen Mod-Bead auf dem Tisch tanzen, kopulieren und allerhand mehr. Ich glaube, unser Verhalten muss um Lichtjahre frischer, komischer und vor allem undogmatischer gewirkt haben, als das des Rests. Wobei man nie jemandem den Humor absprechen sollte.

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Bei ACCÜSED auf der Gästeliste

Gleich mehrere coole Zufälle: ’90 oder ’91 auf Zivildienstlehrgang in einem Kaff namens Herdecke, las ich in einer Programmmzeitschrift, dass die US-Splatterpunks ACCÜSED im nahegelegenen Oberhausen in einem Club namens Old Daddy aufträteten. Ich so: FREU!! Gleich stellte ich fest, das unter den anderen aus ganz D zum Lehrgang angereisten Zivis ein kleines Häuflein Hardcorler aber auch Metal-Freaks sich befand, welches ebenfalls Bock hatte, sich das nicht entgehen zu lassen. Man konnte sich von den Lehrgangsveranstaltern n Kleinbus ausleihen. gesagt-getan, wir fuhren nach Oberhausen und fanden ruckizucki auch das Old Daddy, wo schon ein paar Versprengte Verweste auf die Horror-Punker wartete. Vorm vergitteren Eingang. Ich geriet direkt vors Gitter, man musste noch warten, drin waren se noch am räumen, Soundcheck etc. Plötzlich, die Fantraube war schon etwas gewachsen, erschien einer der Band, ich glaube Blaine, oder nee, es war Tom, der Gitarrist, hinterm Gitter und faselte sowas wie "here is da guestlist, we have space for five more names" und reichte mir so n Zettel durch. Ich so: "Geeeeeiiiil, die Gästeliste" sogleich schrieb ich mich drauf und plötzlich rief mir JEDER seinen Namen zu und wollte mit rauf auf die Liste. Voll der Tumult. Klar, schrieb ich meine Bekannten druff und sprach: "hier Tom, haste die Liste wieder". Später, als der Schuppen öffnete, und alle ihren Eintritt zahlen wollten, sachten wir fünf Glückspilze dann ganz schüchtern zum Türsteherkassenmann: "ALTER, wir stehen auf der gästeliste: FRATER ALOISIUS usw usf." und bingo, warn wa drin. Das Konzert war geil, Danke Tommy, nach 15 Jahre widme ich Dir diese Zeilen. Was verrückt ist: unter www.splatterrock.com gibts IMMERNOCH ne offizielle AACÜSED-Page, obwohl die sein Jahren nix rausgebracht haben. Da verkaufense die uralten Platten! Aber: in Amiland scheinen se sogar noch aufzutreten. Naja, selbst the DEADLIEST DEATHPUNK ist einfach nicht TOTzukriegen. Wir leben im Zeitalter der Rückwärtsgewandheit. Aber was solls: als roten Faden für dieses Kultblog was Du hier gerade in Deinen Händen hälst und durchblätterst, wählte ich insgeheim ja auch das die-alten-Stories-sind-die-besten-stories-Konzept.
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Oktopusse / Riesenkalmare

oktupus-gelb-und-gruen-kolorierung-von-bibi-2

Oktopusse (und natürlich speziell Riesenkalmare) sind meine Lieblingstiere. Noch vor Nautilussen und dem tasmanischen Teufel. Quatsch, eigentlich habe ich kein Lieblingstier. Die nerven doch alle, jedes auf seine Art. Manche schmecken halt einfach klasse.
Ich mag auch die Oktopusse nicht als solche, sondern das, wofür sie stehen. Bildlich gesprochen. Da wären Intelligenz, eine geradezu ungeheuerliche Pfiffigkeit und Listigkeit und eine erhabene, eklige Schönheit. Eigenschaften, die auch mir selbst teils eigen sind, teils es gerne wären. Wo ich gerade „eklige Schönheit“ schreibe: Da muss ich an PUNK denken. Moment, ich dreh mal schnell die Platte um…………………………..
Vielmehr als für die eklige Punk-Ästhetik, die durch zahlreiche Tode und Wiederbelebungen inzwischen jeglicher Ekligkeit beraubt ein steriles Modedasein fristet, steht der Oktopus aber noch für etwas anderes: Für Bewusstseinserweiterung und für die psychedelische Bewegung, so es diese denn geben oder gegeben haben sollte.
Na klar: Es geht um das Ausstrecken der Fühler in alle Richtungen. Kein Wunder, dass Hippies sich schon immer gerne `nen Oktopus aufs Batik-Jäckchen stickten oder die Beatles so erfolgreich den Garten eines Kraken besungen. Die Pilzköppe streckten ja ganz schön ihre Fühler in Richtung Psychedelik aus, nachzulesen in „Die psychedelischen Beatles“ von Andy Davis und Werner Pieper. Unzählige LP-Cover und Poster halfen dereinst, das Tier zur Freak-Ikone zu machen, später gerne aufgegriffen vom geistigeren Teil der Techno-Bewegung.

Wenn eine Oktopus-Doku im Fernsehen läuft, klebe ich am Bildschirm. Mit meinen Tentakeln. Mit Tentakeln kam übrigens ein unheimlich genialer Spruch in „Mein neuer Freund“, was aber jetzt nicht hierher passt.

Ich glaube daran, dass die bloße Beschäftigung mit einer Thematik den Menschen prägt oder beeinflusst. (Meine Sammlung von True-Crime- und Okkultismus-Literatur lassen wir da aussen vor…) Es geht ja um Oktopusse. Ich möchte solche pussierlichen Tierchen gerne für C. und M. anschaffen. Am liebsten diese geheimnisvollen Riesenkalmare, die kaum ein Mensch je lebend gesehen hat. Keine Ahnung wie gross das Aquarium sein muss, oder wie viel Meersalz man benötigt, wahrscheinlich noch viel mehr Salz, als der Supermarkt parat hat. Bibi hat ja viele Handtaschen. Wenn man die raustut, wäre Platz für das Aquarien-Projekt. Dann werden wir in einem Fensterputzer-Korb am Haus kleben und zum Fenster herein in eine gigantische Kolonie dieser Wesen schauen. Uns eine Scheibe abschneiden von deren unstillbarer Neugier und Kreativität. Staunen und Lernen.

Opa sagte immer: „Geh zur Ameise und lerne“. Das war wohl ein (biblisches) Sprichwort, welches sich offenbar für Fleiss und Gehorsamsein einsetzt. Ich war vier, als meine Erinnerungen an Opa einsetzen (und er starb), aber ich brauchte den emsigen Kerlchen nur zuzusehen und schon war mir klar, was er meinte. Heute könnte ich ihm erwidern: Du hattest teilweise- recht, leider haben wir keinen Platz für Ameisen – Aber wir haben OKTOPUSSE!!!! Für ein Aquarium mit Oktopussen würde ich sogar den Mathmos-Space-Projector und die Lavalampe rauswerfen. Also: wenn ihr demnächst 1.000 Handtaschen und ne Lavalampe vor unserm Haus seht, wisst Ihr bescheid. Oder wenn in der Zeitung steht:
„Geheimnisvolle Wasserknappheit und merkwürdige Salz-Käufe“…Dann hat Aloisius seinen Liebsten etwas besonderes bieten wollen!

(c) Aloisius März 2005

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1987: Indie-Klänge in Tschernovülbel

ja, so 1987 muss das gewesen sein als ich Sibbi fragte, ob er nicht Lust hätte, mit mir zusammen im Jugendhaus (in sowas ging man damals!) unseres Heimatstädtchens Tschernovülbel(Name geändert) eine "Indie-Disco" zu veranstalten. Einen Abend mit Independend-Klängen. Er sagte sofort zu und wir planten alle Details voller Freude: Flyer basteln, verteilen, Mädels ansprechen ("kommt vorbei, wir machen ’ne Indie-Party", Musik aussuchen. Muriella (oder so ähnlich, eine nette aber uralte Jugendarbeiterin von mindestens 40) war auch gleich dafür, ihr Team auch, und wir kriegten prompt 60,- DM oder so in die Hand gedrückt um Platten zu kaufen. Also LPs! Vielleicht wars auch 1986, egal. Die durften wir dann behalten. Ich weiss noch: wir kauften "darklands" von Jesus and Mary Chain, "the good earth" oder so von den Feelies, irgendwas mit Psychobilly und eine geile Compilation mit mit so deutscher Neo-Psychedelic und so Garagenrock. "the sound and the fury". Habe die Namen nicht mehr alle parat, aber sowas wie Broken Jug war da drauf. Und Ferryboat Bill. Unsere natürlich damals ohne Computer gebastelten Flyer (Kleber-Schere-Kopierer-Technik, Punkrock halt) verteilten wir echt überall, wo wir cooles Volk vermuteten. Etwa im Dreikönigskeller oder bei nem Kartenvorverkauf und und und. Während der Vorbereitungen ärgerte mich nur eins: Dass Sibbi mich plötzlich fragte: "Aloisius, was is eigentlich INDEPENDENT?" …
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