Der sehr strenge Chef

Ich kann nicht so ins Detail gehen, denn der Chef in der folgenden Geschichte ist ein Verwandter von mir.
Dieser Dialog wurde mir erzählt, und zwar von derjenigen Person, die im folgenden „Mitarbeiter“ heißt:

Mitarbeiter: „(bla, bla, bla…)“ (stellt eine Frage)
sehr strenger Chef: „RUHE! Du SOLLST während der Arbeit NICHT mit mir REDEN. Da kann ich mich NICHT KONZENTRIEREN!!!“
Mitarbeiter: „Okay.“
Sehr strenger Chef: „RRRRRUUUUHHHEEE!! SAG NICHT OKAY!!! Ich habe gesagt, Du sollst NICHT mit mir REDEN!!!“
Mitarbeiter: „…“
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Die magischen Abenteuer des Frater Aloisius. Heute: Walpurgisnacht

Obwohl die Nacht abgekühlt hatte, war es in dem Büffelkopf, den mir ein fleissiges Ameisenvolk sauber ausgehölt hatte, tierisch heiß und ich konnte kaum richtig sehen. Die beiden Tischfeuerwerke, die ich präpariert hatte, womit, das kann ich hier schlecht preisgeben, verströmten beissenden Rauch. Ausserdem hatte ich anfänglich mit einem leichten Anflug von Unsicherheit zu kämpfen, also saugte ich kräftig am in das Gewand eingearbeiteten Absinth-Schlauch.
Die Dämonen sollten mich in jener Nacht auf den ersten Mai noch reich belohnen. Wahrlich reich belohnen!

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Riesenärger bei Frater Aloisius: Ich habe meine Lieblingskappe verlegt.

So ein Mist. Jetzt habe ich zwar noch eine relativ okaye zweite Baseballkappe, die ich von Bibi übernommen habe (die damit einfach bescheuert aussah) und eine dritte mit dem öden Emblem eines Kameraherstellers.

Aber meine Lieblingskappe, die ist weg. Dabei ist in unserer Familie eigentlich Pops der bei weitem notorischere Mützenverlierer. Bei weitem notorischer! Mir tut es noch heute leid, dass Pops letztes Jahr seine Hanf-Mütze verloren hat, die mit der ?WARNING. DO NOT SMOKE THIS CAP?- Stickerei.
Ich kann mir kaum etwas cooleres vorstellen, als einen …
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Die Pflege von unbehandeltem oder geöltem Weichholz

Echtes, unbehandeltes (oder nur gelaugtes und geöltes) Holz ist doch eins der schönsten und lebendigsten Materialien, die es für Möbel gibt.
Deshalb haben wir auch viel Naturholz in der Bude. (Also nicht nacktes Holz vor der Hütte, sondern pures Holz in der Hütte, höhöhö.)

Solche (Weich-)Holzmöbel sind durchaus pflegeleicht, brauchen aber gelegentlich etwas Öl.
Folgendes Verfahren hat sich bewährt und ich würde es fast als mein Spezialrezept betiteln, wenn es nicht seit Generationen schon genauso praktiziert würde:

Viele schwören auf Olivenöl, aber das allerbeste Öl zu Holzpflege ist LEINÖL. Verkauft wird dieses köstliche Lebens- und Alroundmittel hauptsächlich in Reformhäusern und Naturkostläden. (Auch lecker im Salat oder sogar einfach aufs Brot. Ohne Witz!)

Aus mehreren Gründen also haben wir immer Leinöl im Hause.

Damit es besser in das zu behandelde Holz eindringen kann, wird es mit etwas Wein vermischt. (***Für HELLE Hölzer Weisswein, für DUNKLE Hölzer Rotwein. Das tut der Farbe des Holzes gut).
Für guten Duft kann man noch etwas Duftöl beifügen.
Dann einfach die Holzflächen gleichmäßig mit einem Baumwolltuch mit der Mischung einreiben.
Per Pinsel gehts auch.
Und weil diese Art der Holzpflege komplett ökologisch und unschädlich ist, können Micromaus (3) und Minimaus (fast 6) sogar mithelfen, ihren Puppenherd selbst zu behandeln. jetzt macht ihm auch ein kleiner Regen nichts aus, sollte er mal draussen vergessen werden. Wenn’s mal regnen würde…

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Spargelbrühe leicht gemacht

Ohne größeren Aufwand kann man nachdem es Spargel gab, eine leckere Spargelbrühe zubereiten, die noch für ein, zwei Tage reicht:
Eine schnelle klare Frühlingssuppe:

Beim Spargelzubereiten die Böden und Schalen nicht weg werfen, sondern mitkochen. Später mit so einer Löcherkelle abschöpfen. Jetzt Die Schalen wergwerfen, die Böden bleiben in der Brühe drin. Nach Geschmack ein paar Karotten würfeln, Zwiebel, Nudeln, Lorbeerblätter, alles was passend erscheint. ’nen Schuss Weisswein vielleicht noch. Mit Suppenpulver kurz aufkochen, fertich is‘ die die klare Spargelsuppe. Ein schönes leichtes Essen für heiße Apriltage.
Hier die Bilder:
Nicht wegwerfen:

Mitkochen und dann abschöpfen:
jetzt Zutaten in die Brühe:

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Katzencontent

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Das Tor zu spinnerten Räumen (oder: Die Torten der Wahrnehmung)

Dies ist… Also, da habe ich einfach mal Knoblauch keimen lassen. Das Grün wird man schätzungsweise in Salate schnippeln können, mal sehen.

Es wächst so lustig bogenförmig. Ich fühlte mich spontan an solche Torbögen erinnert, aus Elefantenstoßzähnen, wie man sie aus Horror- oder Abenteuerfilmen kennt.
Geht zurück auf Euer Schiff, Frater Aloisius! Segelt fort von dieser verfluchten Insel! Durchschreitet nicht das Tor. Dahinter beginnt das KANNIBALENLAND.
Doch seht, er er hört ja nicht:

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komischer Tippfehler

Kann man es im Screenshot erkennen? „Rohwedders Witze“ statt „Rohwedders Witwe“. Aua.

Zugeben, manches an
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Was die Bewohner von „Gliese 581“ von unserer Entdeckung halten

Im selben Moment, als die Menschen Gliese 581, den erdähnlichsten Planeten bisher, entdeckten, wurden die Bewohner von Gliese 581 gewahr, dass sie entdeckt worden waren. Man beobachtete die Menschen schon seit einiger Zeit und hatte sie studiert. DESWEGEN BRACH ENTSETZEN UND VERZWEIFLUNG AUS. Hier eine Momentaufnahme:

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Hallo Taxi?

Taxizentrale: „Taxizentrale, Hallo!“
Frater Aloisius: „Ich möchte bitte ein Taxi bestellen. Nach Gliese“
Taxizentrale: „Wie ist denn die Hausnummer?“
Frater Aloisius: „581“
Taxizentrale: „Wir sind sofort da“

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Bands, mit denen ich bisher nur Pech hatte. Folge 1000: Die OZRIC TENTACLES

Ich liebe die Ozric Tentacles.

Anfang der Neunziger Jahre las ich über das psychedelische Hippiekollektiv und ihren instrumentalen Spacerock einen begeisterten Artikel und rannte darum flugs zum WOM, um in diese Musik einmal selbst reinzuhören und mir ein Bild zu machen (Nix Internet, nix Myspace, nix Youtube! Ist länger her).

Ein Erlebnis. Absolut einzigartige Musik, von der ich nicht gewusst hatte, dass es sie gibt. Neue Klänge. Freakkultur. Wahnsinn.
Sogleich kaufte ich alle zwei oder drei Platten, die von den Briten vorrätig waren und hörte sie fürderhin rauf und runter.

1995, im Mai, reisten Bibi und ich nach Rom. Es war natürlich wunderbar, die Stadt der Verliebten. Wir liefen tierisch viel herum, besichtigten viel und sanken abends ermattet in die Laken…. Eines Morgens fiel uns in der City ein Plakat auf, das einen Auftritt der Ozrics am selben Abend (29.5.1995 muss es gewesen sein, dafür gibt es Gig-Guides im Web) im „Palladium“ in Rom ankündigte. Ich war elektrisiert. Aber wie es halt so ist: Am Abend taten uns mächtig die Füße weh und wir sagten: „Scheiss drauf, die spielen bestimmt auch bald mal in Deutschland“. Was allerdings sechs Jahre dauern sollte…

2001 war ein unvergessliches Jahr. Die Geburt von Minimaus im Mai, das erste Kind! Down Syndrom. Was war das denn! Eine Überraschung, eine neue Situation, mit der keiner gerechnet hatte und die uns völlig beanspruchte. Niemals wäre ich in der ersten Zeit von Bibis und Minis Seite gewichen!

Im Juli dann aber schon. Die Ozric Tentacles sollten nämlich, nachdem ihre Beteiligung Jahre vorher bereits mehrfach geplatzt war, auf dem Burg Herzberg-Festival spielen, jenem lustigen Hippie-Festival, welches uns allen damals als jährlichen Pflichttermin galt.
Bibi ermunterte mich: „Minimaus und ich schaffen’s auch mal drei Tage ohne dich, fahr‘ ruhig hin.“

Machte ich auch. Mit Kurti und mit Marlene in ihrem kleinem Auto-chen randvoll mit Zelten und Campingkocher und Schlafsäcken ecetera ecetera ecetera.
Es tat gut, mal wieder abzuschalten.
Wie es bei großen Festivals so ist, brach allerdings bei der Anreise ein Verkehrschaos aus. Massen von Autos verstopften die kleine Zufahrtsstrasse zum Festival-Parkplatz. Zu allem Überfluss kontrollierten Zoll und Bullen ausgewählte Fahrzeuge auf gesellschaftszersetzende Substanzen. Wir hatten keine schlimmen Substanzen dabei, trotzdem erschien uns die Situation unangenehm. Wer kriegt schon gerne von den Bullen das Auto auseinandergenommen. Aber für uns interessierten die sich gar nicht, pah!
„Wir sehen wohl nicht gefährlich genug aus, was, Herr Wachtmeister?!?“ 
Nichts bewegte sich mehr, einige Kilometer vorm Ziel waren wir eingekeilt und beschlossen deshalb, das Auto einfach am Straßenrand abzustellen, um aufs Festgelände zu pilgern. Wo es auch gleich ganz gemütlich wurde, die ersten Bands spielten bereits und der laue Abend senkte sich langsam über die Wiesen und Stoppelfelder. Meine Vorfreude auf die Ozrics, die bald am späteren Abend die Bühne besteigen sollten, wuchs immens. Marlene und Kurti war es mehr oder weniger egal. Nicht in jeder Brust schlägt ein Fanboy-Herz wie hier drin bei mir.

Plötzlich kam uns wieder Marlenes Auto in den Sinn, mit unseren Zeltsachen drin und ungünstig an der nächtlichen Landstrasse wartend. „Wir müssen die Karre holen und vernünftig auf den Parkplatz stellen. Außerdem brauchen wir unsere Sachen.“, drängte Marlene und Kurti pflichtete ihr bei.
Ich dachte scheisse, tut mir das bitte jetzt nicht an ihr Banausen! Aber ich konnte ja schlecht sagen „Bringt Ihr beiden mal den Krempel, während ich hier ausharre.“ Zumal es einiges zu schleppen gab und der Parkplatz auch nicht gerade nah war. Mitgehangen…

Also ging ich mit. Nach einigen hundert Metern hörten wir die ersten Töne der Ozric Tentacles durch die Sommernacht wabern. Ich mahnte zur Eile, aber der Fußmarsch zum Auto zog sich. Dann zog sich die Fahrt, dann zog sich die Parkplatzsuche, das Ausladen, das Zeltplatzsuchen, das Aufbauen, alles zog sich. Als wir endlich wieder in Richtung Bühne gehen konnten, kamen uns verschwitzte Begeisterte entgegen. „Boah, war das geil“ und „Die beste Liveband, die ich je gehört habe“ hörte man ihre Kommentare. Wir hatten soeben eine der aufregendsten Bands des Planeten komplett verpasst. Doch ich war inzwischen zu müde, um mich zu ärgern… HEUL.

Wenn Sie diesen Artikel in Ihrem Einkaufswagen haben, interessiert Sie vielleicht auch:
-Mehr von Kurti
-anderes Festival. Auch mit Kurti
-mehr legendäre Konzerte.
-noch mehr Musik.

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Blogeintrag from hell

Woah, ich bin ja tatsächlich schon bei Eintrag Nummer Siebenhundertnochwas. Welches war eigentlich mein Eintrag Nummer 666?
Sicher ganz was satanisches!

Bistimmt dieser Eintrag hier?! Nee.
Oder vielleicht der? Nee.
Oder der? Ach ja. Wie unspektakulär.

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Die Frühwerke von Frater Aloisius, Folge 3: Flyer, ca. 1989

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Aus dem Tagebuch des Frater Aloisius. August 1987: Im libertären Kinderzimmer


Herrje. Zwanzig Jahre her. Ich weiss nicht recht, ob ich das Foto „“libertäre Tage“ oder doch stattdessen „pubertäre Tage“ taufen soll.

Auf den „libertären Tagen“ 1987 in Frankfurt besuchte ich übrigens keine einzige der politischen Vortrags- oder Diskussionsveranstaltungen. Das Randprogramm aus Bier und Punkrock sagte Klein-Aloisius schon eher zu und es gefiel mir, mich unters alternative Anarchovolk zu mischen. Der Popper links im Bild will übrigens anonym bleiben.

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SPARGEL à la Bibi und ‚Loisl: Mit Bröselsauce und Schinken

Jawoll, wir haben die Spargelsaison heute eröffnet!

Beim Spargel, dem unangefochtenen König der Gemüse, sind wir Puristen. Es ist nicht viel Aufwand nötig.
Ich kaufe die teuersten, schönsten deutschen Stangen, möglichst am Straßenrand aus einem Wagen mit einem Schild „Spargel direkt vom Bauern“ heraus, aber unser Stammtürke hatte heute auch schönen.
Noch sauteuer, aber man kann ruhigen Gewissens an den anderen Zutaten sparen. Es gibt einfach ein wenig nett zusammengerollten Kochschinken dazu (Ich musste mir den Spass erlauben, die Bilder etwas nachzubearbeiten)

Wer geschickte Künstlerfinger hat, so wie ich, braucht das Schälen des Spargels nicht scheuen. Das dauert wirklich nur ein paar Minuten. Herrgott, wer DAZU zu faul ist, dem entgeht eben was. Die Schalen und „Böden“, die man abschneidet, werden aufgehoben und mitgekocht. Die ergeben später eine Suppe. Doch davon mehr in einem Extraeintrag.

Die Bröselsauce, der lustige Begriff hat sich bei uns so eingebürgert, er klingt so unheimlich profan, ist nichts weiter als gebratene Semmelbrösel in zerlassener Butter.

Einfacher gehts nun wirklich nicht, hihi. Hier kocht die Bröselsauce gerade über, sieht toll aus, oder!

Fantastisch! Und kaum Aufwand.

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Frühlingsgefühle

Oh ja, ich glaube, ich mach‘ hier bald wieder ’nen RELAUNCH. Frische Farben, neue Formen.
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Ah jetzt, ja. Jetzt fällt mir noch eine GEILE Geschichte ein, die ich schon immer einmal zum Besten geben wollte: Die verdorbenen Chorknaben (1982)

Jetzt bloggich echt schon fast zwei Jahre und immer mal wieder zermarter ich mir’s Oberstübchen nach haarsträubenden Geschichten. Die eine hier, ich glaube, die habe ich noch nicht erzählt. Die mit den „Nutten“ in dem NDW-Hit?!

Das wollt Ihr jetzt wissen, oder?

Also, es war in Tschernovülbel, in einem Abschnitt eines Jahrzehnts, den man heute „frühe Achziger“ nennt. 1982 oder so, unendlich weit weg von der heutigen Welt. So unendlich, dass man manchmal denkt, das wäre eine Epoche, von der in irgendwelchen prähistorischen Höhlenmalereien erzählt wird, oder vielleicht war es auch ein anderer Planet. Aber nein. Es war mein Tschernovülbel, meine und deine Kindheit. Unsere Welt. Die gleiche Person. Seltsam aber wahr.

In einem Schuljahr, das man Förderstufe nannte, weiss nicht, wie das heute heisst, 5. oder 6. Klasse, da war man 11 Jahre alt oder so, da hatten wir in auf unserer Schule, sie hieß zufällig Counterstrike-Deathschool-of-Doom oder so ähnlich, eine Musiklehrerin, die war sehr, sehr alt. Meine Schwestern, Wildrose und T’Rutschi, hatten die auch schon, da war sie schon uralt und die waren bekanntlich schon erwachsen, als ich ein Kind war.
Also echt ein prähistorisches Urgestein.

Als es eines Tages Noten geben sollte in Musik, da kam diese Musiklehrerin, Gräfin Elisabeth Bathory oder wie sie hieß, doch allen Ernstes auf die Idee, wir Kinder müssten EINZELN VOR DER KLASSE VORSINGEN, und dieses ergäbe dann die Zeugnisnote! Sprachs und terminierte ihr Noten-Casting für die folgende Woche, wir sollten uns vorbereiten und jeder sich ein Lied aussuchen und üben! Sie war sehr streng.
Diese Urgesteine legten eine größere Strenge an den Tag, als die jungen Hippielehrer.

Die Mädchen in der Klasse nahmen die Drohung relativ gefasst. So ein Mädchen in diesem Alter ist, sagt man, schon reifer und denkt sich: Na und, was solls, auf die Art sahn‘ ich ’ne gute Note ab, ohne dass mir’n Zacken aus der Krone bricht.“
Aber wir Jungs: Für uns war es eine Katastrophe, wir würden uns zu Tode schämen! Wir kriegten Bauchweh und versuchten, zu protestieren, so gut es bei einer strengen, alten Lehrerin halt geht. „Das können wir nicht!“ jammerten wir. Sie erwiderte: „Na gut: Dann machts in kleinen Gruppen von höchstens vier Buben“.
Und: „Ja, es darf auch Popmusik sein. Muss kein Kinderlied oder Volkslied sein.“ So streng war sie nämlich gar nicht, unsere Elisabeth Bathory.

Okay. Ich tat mich mit Enzo und noch zwei anderen Typen zusammen und wir beratschlagten in der Pause nach der Musikstunde, was wir singen könnten. Ziemlich schnell fiel die Wahl auf „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang. Der Hit der Stunde! Auf dem Pausenhof waren wir wieder die Kings, große Klappe, die Angst war verflogen und wir waren überzeugt, auch nächste Woche mutig genug zu sein, um die unglaublich versaute Zeile „draussen vor der großen Stadt stehn die NUTTEN sich die Füße platt“ vor der Klasse und der altmodischen hochbetagten Frau Bathory zum besten zu geben. Na und, Nutten! Was ist an Nutten so schlimm, fragt man sich heute! Heute nennen Achtjährige ihre Lehrerin Nutte, damals aber hatten Elfjährige noch erhebliche Skrupel mit so schlimmen Worten. Aber wir hatten es uns geschworen. Wir würden das durchziehn, wir waren wild entschlossen!

Eine Woche verging, und tatsächlich, zuerst sahnten ein oder zwei Weiber mit Kinderliedern ihre Streber-Eins ab, dann kamen wir vier dran. Hatten wir Muffensausen, aber es war ein Schwur.
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Eigner Herd ist goldes wert

Diesen super Herd hat Wildrose auf dem Sperrmüll gefunden. Es fehlte nur die Scheibe. (Ich bastelte einfach eine, indem ich ein ein paar lustige Sternchen im Laminiergeräte laminierte. Ohne Papier – fertich ist die Scheibe.)

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Review: Melvins, Porn, Big Business (Batschkapp, Frankfurt, 10. April 2007)

Kinder, war das schön: Als 2006 das MELVINS-Album ?a senile animal? herauskam, hielt die Rockwelt den Atem an aufgrund des erhabenen Spiels zweier (!) Schlagzeuger.

Hatten doch MELVINS-Drummer Dale Crover und Gitarrist King Buzzo als Neuzugänge gleich das ganze Duo BIG BUSINESS rekrutiert, nämlich Jared Warren am Bass und mit Coady Willis einen zweiten Trommler. Das würde live mächtig Druck erzeugen, soviel war gleich nach dem ersten Hören des für MELVINS-Verhältnisse eingängig rockenden ?senile animal? klar!

Gestern war es soweit, doch der Reihe nach.
Als Apollo Surfer und Mister Serial und ich komplett waren und uns vor der Batschkapp eingefunden hatten, fiel zunächst der Zettel auf, mit welchem die Melvins ums Nichtrauchen in der Halle baten. Sehr schön: Die Kleider duften also am Folgetag früh noch immer lecker und können gleich anbehalten werden.

Lang nicht mehr in der Batschkapp gewesen. Überall rot und golden gemusterter Samt, oder nennt man?s Brokat, und Kronleuchter. Mitten auf der Bühne die zwei Schlagzeuge, nah beieinander, so dass sie sich in der Mitte witzigerweise genau um ein gemeinsames Becken überschneiden. Das Licht ist noch an und aus der Konserve jault eine meditative, rhythmische Rückkopplung.

Beim Merchandising-Kaufladen gibt es einen nummerierten, von den MELVINS signierten Siebdruck als Poster, extra für Frankfurt. Köln ist auch noch vorrätig, verschiedene Motive also für jede Stadt der Tour?!

Schon geht?s los.
Heiliger Jesus! Fangen die laut an! Ist es bei Rockkonzerten nicht so: Die ersten Bands, die Einheizer spielen eher leise und erst später, mit dem Hauptact wird so richtig aufgedreht, es muss ja eine Steigerung geben?! Die ist hier unmöglich. Ich denke ständig, mein Handy in meiner Tasche täte sich melden, aber es ist die komplette Jacke, die vibriert.

PORN beharken dasselbe Feld wie die MELVINS, wenn auch auf ihre eigene Weise:
Versatzstücke der Rockgeschichte blitzen kurz hervor, nur um genüsslich seziert und pulverisiert zu werden. Sänger und Gitarrist Tim Moss, (auch: RITUAL DEVICE) mit lustigem Rauschebart, breitem Stirnband und tätowierten Armen bearbeitet die Gitarre meist mit einem Bottleneck, was bei dieser Lautstärke und Übersteuerung zu wahrlich fiesen Resultaten führt. MELVINS-Mann Crover trommelt brutal aber sparsam und der Bassist zupft einen wirklich heißen Darm. Tim singt dann und wann ein paar raue, rockige Zeilen und wenn er nicht gerade alles unter einem riesen Krach begräbt, hat er ein paar ganz traditionelle Gitarrenriffs drauf. ?Die missratenen Enkel von Black Sabbath und ZZ Top?, geht es mir gerade durch den Kopf, als plötzlich der Anfang von ?La Grange? von letzteren kurz anklingt. Apollo Surfer neben mir will schon ?How-how-how-how!? in mein Ohr raunen, als jedoch das Stück eine Wendung in Richtung unidentifizierbares Geschwindigkeitsexperiment nimmt. Stonerrock im Ironiemodus.
Eine Seifenblasenmaschine kommt übrigens auch zum Einsatz.
Am Ende tritt Dale hervor und hält eine ironische kleine Rede ans Publikum, die aus ?clap your hands? und ? Frankfurt, wonderful city? und so einem Stuss besteht. (und ab)

(Auftritt BIG BUSINESS)
Coady Willis (Drums) und Jared Warren (Bass) lärmen erst kurz im Duo, wobei Willis sich wie das Tier aus der Muppets-Show aufführt, er rührt die Felle, als gäbe es kein Morgen und Warren (im Kleid oder Kimono oder so was) spielt einen gitarristenmäßigen Bass. Viele Töne. Als Duo muss man eben zu zweit für drei oder vier arbeiten. Aber schon taucht Dale Crover wieder auf und schnappt sich ne Klampfe, die er kurz unterstützend malträtiert.

Hoppla, da sind ja jetzt die MELVINS: Dale setzt sich neben Coady hinters zweite Schlagzeug, vorne ist nämlich King Buzzo plötzlich aufgetaucht, der mittlerweile tatsächlich ergraut ist. Ebenfalls im langen Gewand, greift er nun seinerseits zur Klampfe. Der Ventilator hinter ihm lässt seinen imposanten Afro gespenstisch wehen.

Die zwei Schlagzeuger stellen wirklich die Attraktion des Abends dar. Man lauscht staunend, wie sie, zumeist synchron, das verdoppelte Zentrum dieser mächtigen Musik bilden. Unglaublich.
Anfangs klingen die beiden fast wie eine durchgeknallte Militärkapelle.

Mit ihrem einstimmig/zweistimmigen Gesang setzen Jared und Buzzo eigenartige atmosphärische Akzente. Die infernalischen, von Bass und Gitarre dazu entfesselten Klänge brauche ich ja nicht eigens zu beschreiben. Deswegen sind wir ja hier.
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antizyklisch handelde Kinder

Während der Osterfeiertage haben Micromaus (3) und Minimaus (fast 6) mit ihrem Puppenhaus Weihnachten gespielt und Nikolauslieder haben sie auch gesungen.
Herrlich!

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Endspurt. (Und keine Panik. Das ist nicht Knut. Es ist bloß der Osterhase)


(Design: Bibi)

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Frohe Ostern!

ups, die FASH-Redaktion hat in der Eile wohl ein Bild vertauscht, macht nichts.

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Muss FRATER ALOISIUS jetzt umgetauft werden???

Hahaha, Geschwister sorgen einfach für die drolligsten Stilblüten. Nein, jetzt mal nicht Minimaus und Micromaus, sondern MEINE Schwester. This is adult content.
T’Rutschi hat uns besucht und brachte die Rede aufs Weblog, hat irgendwas übers Bloggen gefragt. So von wegen: Schreibst du das und das da bei dir hinein? Aber ihr fiel „Frater Aloisius“ nicht ein. Mein Name fiel ihr nicht richtig ein!

Stattdessen sagte sie:
PATER FRATERNIUS!!!! ;-)))))

…auch nicht schlecht, oder? Kicher.

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Nochmal zum Mitschreiben: Sie HAT sich das Bein nicht gebrochen! Okay?!?!

Bibi und ich sitzen zusammen und unterhalten uns ganz gemütlich. Die Kinder spielen in einem ihrer Zimmer und lassen uns in Ruhe. Als es plötzlich Tumult gibt. Ein Streit scheint ausgebrochen zu sein. Wir horchen auf. Es wird immer lauter. Man hört eine wütende Micromaus (fast 3) rufen:
„Ich hab‘ mir nicht das Bein gebrochen!“
Minimaus (fast 6) antwortet: „Doch!“

So geht es hin und her. Immer wieder.
Micromaus wird jedesmal, wenn sie ihren skurrilen Satz wiederholt, ein Spürchen lauter. Sie schreit:
„ICH HAB MIR NICHT DAS BEIN GEBRRROCHENNN!!!!!!!!!!! und ist inzwischen total wütend.
Das „Doch“ von Minimaus kommt hingegen jedesmal in genau jenem sanftem Singsang daher, mit dem man Kleinere wahnsinnig machen kann. So unterschwellig zuckersüß-fies. Dieser Nä-nä-nä-näää-nä-Tonfall.
Immer wieder „Doch!“ oder auch „Bein gebrochen“ im Säusel-Ton.

Bibi und ich mischen uns ein, wollen deeskalieren.
Wir sagen: „Mensch Minimaus, wenn Micromaus nunmal nicht *Chirurg und Patient* mit dir spielen will, dann lass sie halt in Ruhe.“

Minimaus will etwas antworten, aber die mittlerweile total wildgewordene Micromaus herrscht sie an: „HALT die Klappe!!!!!“ und „HALT den MUND!!!!“. (Immerhin nicht „halts Maul“ – find‘ ich ja schön höflich – aber bald kommt sie in den Kindergarten…)

Wartet jetzt bitte nicht auf irgendeine Pointe. Ich find’s allein schon lustig, wie man sich beim Arztspielen derart in die Haare kriegen kann und wie die Allerkleinste, die winzige Mircomaus derart in Rage gerät…
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Der nacherzählte Cartoon, Folge 1 (über Anwältinnen)

Vielleicht mache ich hier eine neue Rubrik draus. Bei Didi Hallervorden in Nonstop Nonsens liebten wir schließlich alle den „gespielten Witz“ und bei F.A.S.H. gibt es ab heute den nacherzählten Cartoon.

Manchmal sieht man ja irgendwo einen guten Cartoon, vergisst aber, wie der Zeichner heißt oder versäumt, sich die Seite aus der Zeitung ‚rauszureißen.

Einen fand ich neulich unheimlich gut, weiß jedoch nicht mehr, wo ich ihn gesehen hatte.

Im ersten Bild sieht man ein lustiges Kerlchen, dass um eine kerzengerade dasitzende, keine Miene verziehende Dame herumschwänzelt und diese irgendwie bezirzen will. Er scheint sie anzuhimmeln, aber sie lässt ihn abblitzen.

Im zweiten Bild scheint er zu merken, dass er möglicherweise nervt und sich bei ihr keine Chancen ausrechnen braucht.

Er sagt: „Sage nur ein Wort, und dann lass ich dich in Ruhe“

Drittes Bild.
Die Hochnäsige sagt: „Ich bin Anwältin“
In diesem Moment dreht der Typ sich auf dem Absatz um, tippt sich grüßend an den Hut und geht weg. Er sagt: „DAS WORT“

Ich hab‘ mich schlappgelacht. Es war halt auch lustig gezeichnet. Na-ha? Kennt jemand den gesuchten Cartoon? (Eventuell zeichne ich in irgendwann einfach aus dem Gedächtnis nach, um ihn hier zu posten.)

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Popgeschichte(n) mit Frater Aloisius, Folge 1000: Die FLOWERPORNOES waren zu laut

Jüngst habe Tom Liwa die Flowerpornoes reaktiviert (siehe taz vom 19.3.2007: „Gute alte Säcke, böse alte Säcke“), so wird berichtet. Seit sich, vor ziemlich genau 20 Jahren folgende schöne Geschichte zutrug, bewohnt deren Musik ein Plätzchen in meinem Herzen. 1987 oder 1988, als Mr. Sibbs und ich im Jugendzentrum von Tschernovülbel unsere „Independent-Disco“ vorbereiteten (F.A.S.H. berichtete), steckten uns die dort Angestellten ein paar Scheine fürs Plattenkaufen zu.

Eine der Scheiben, die wir mit sicherem Händchen und mit Bedacht auswählten (soviel Geld war es auch wieder nicht), nannte sich the sound and the fury (big store Label, 1987) und stellte eine muntere deutsche Garagensound- oder Neopsychedelik-Szene (was auch immer) vor. Klänge, die noch wegweisend werden oder bleiben sollten.
Neben Broken Jug, Well! Well! Well!, den Truffauts und Ferryboat Bill stellten die  Flowerpornoes aus Duisburg einen Song auf t.s.a.t.f.
Die the sound and the fury– Bands wurden umgehend erstmal mein Hauptsammelgebiet. Was das Taschengeld halt hergab.

thesoundandthefury1987

Eines Tages also, bald nach der legendären und überaus erfolgreichen oben erwähnten Indie-Party, radelte ich durch Frankfurt als ein Plakat mit der griffigen Aufschrift DRASTIC DUISBURG mein Augenmerk streifte. Eine Handvoll Bands aus ebendiesem schäbigen Ruhrgebietshafenkaff spielte kurioserweise im Zelt eines Zirkus (an dessen freiem Tag), welcher auf dem Festplatz am Ratsweg gastierte. Darunter auch die Flowerpornoes, was mich bewog, der Veranstaltung beiwohnen zu wollen.

Ich weiß die anderen Bands nicht mehr, immerhin ist es 20 Jahre her. Tom Liwa und seine Flowerpornoes betraten jedenfalls zuletzt die Zeltbühne. Also die Manege. Ein super Konzert, als plötzlich mittendrin das Licht an- und die Musik ausging und Polizisten da unten in der Manege umherstiefelten,

die irgendwas mit den Musikern und Veranstaltern bequatschten. Das Publikum reagierte natürlich total genervt, fragte sich, was die Bullen da wollen und wann die Flowerpornoes wohl endlich weiterspielen dürften. Man pfiff und johlte und  Tom Liwa, der Ruhe und Laune bewahrt hatte, wandte sich an die Ungeduldigen:

Es gäbe irgendwelche Unstimmigkeiten mit städtischen Lärmauflagen (Möchtegernmetropole, kann ich da nur sagen!) und die Band müsse, bei Strafandrohung oder Stromabdrehdrohung, sofort aufhören! Was für eine Enttäuschung!
Aber Liwa fügte hinzu: „Die Band muss aufhören, aber ich werde zur akustischen Gitarre alleine noch für euch singen!“ Was er dann auch ausgiebig tat. Bis heute blieb mir dieser (erzwungene) unplugged-Gig in der Zirkusmanege in ganz und gar bezaubernder Erinnerung.

www.tomliwa.de

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Aprilscherz gesucht?

Ich finde den hier ganz gut: Noch besser würde er allerdings funktionieren, wenn der 1. April auf einen Werktag fällt:

Ihr schreibt einem Arbeitskollegen (am heutigen Sonntag tut’s auch ein Familienmitglied) die Telefonnummer des Zoos Eurer Stadt, oder von irgendeinem Zoo auf. Nur die Nummer. Dazu sagt Ihr:
„Ruf da mal an, ein Herr Bär erwartet Deinen Rückruf.“

Der Ahnungslose wird einen schönen Anschiss kassieren, wenn ein genervter Zoo-Mitarbeiter ihm antwortet:
„Herrn BÄR wollen Sie sprechen??? Ach ja!!! Das wollten heute schon hundert andere! Ich kann aber schlecht ins Bärengehege verbinden!!!“ Aufleg!

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Schädel-Shirts

Dass Kinder angesaust kommen, sobald man ruft „Der Papa hat euch was MITGEBRACHT!“, ist ein allseits bekanntes Naturgesetz.
Als ich aber Micromaus (fast 3) und Minimaus (fast 6) diese zwei Schädel-Shirts präsentierte, welche ich bei einer großen Kleiderkette (die mit den Regenmänteln von Madonna) besorgt hatte, da strahlten sie nicht nur, sondern GRINSTEN dermaßen frech, dass einem schier das Herz aufging und ich musste das zeichnen, obwohl MS-Paint momentan nicht einwandfrei läuft, sorry, das Problem harrt noch der Lösung.

Auf dem einen Shirt ist ein Schädel (wie heißt der Typ im Tim Burton-Film nochmal?) in der typischen „Nightmare before Christmas“-Optik und das andere ziert ein mit schön flüssigem Strich gemalter Comic-Schädel.

Beide Mädels waren total happy und Minimaus umarmte mich sogar, ach was, sie ist mir richtig in den Arm GEHÜPFT und rief dankeschön Papi!!!!!!! Das war so schön und mein Herz, ach, das sagte ich ja bereits.

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Auf die S-Bahn gewartet, bösen Gedanken gehabt.

Wenn man Kaffeestückchen isst, beugt man sich ja automatisch bisserl vor. Damit man sich nicht vollkrümelt.

Heute stand so einer an der S-Bahnstation. Es ist ein Durchgangsbahnhof, kein Sackbahnhof, logischerweise.

Er stand direkt vorne an der Bahnsteigkante und futterte ein Stückchen, frisch aus der Bäckertüte.

Der Kerl, ein hungriger Pendler, wie ich, beugte seinen Kopf unmäßig weit vor, das fiel mir auf, richtig weit über die Gleise. Ich dachte, wie affig, als ob kein Krümelchen auf dem Bahnsteig landen dürfte. So doll hat der sich vorgebeugt, da vorne an der Kante, über die Schienen.

Aus Spaß und Langeweile betete ich kurz, JETZT möge ein Güterzug durchrasen! Und ging meines Weges.
Wenige Sekunden später
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SIND DAS EURE SCHWIEGERELTERN???

Dieses Bild hier, „Kinderreigen“ von Hans Thoma, hängt bei Mum und Pops in der Bude.

Micromaus (noch nicht mal 3!) ist bei ihrer Omi auf dem Arm und sie betrachten gemeinsam das Gemälde, als der kessen Micromaus ein ziemlich witziger Kommentar entfährt. Sie fragt:
„SIND DAS EURE SCHWIEGERELTERN???“
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Was aus einem Sessel werden kann, Folge 2

Hier hatte ich ja von dem urgemütlichen überaus formschönen Fünfziger-Jahre-Sessel erzählt, den wir so lieben. (Und uns immer drum kloppen, wer drinsitzen darf, hahaha).
Angesichts des Fotos habt Ihr sicher bemerkt, dass das Gute Stück nicht mehr lange halten würde und dass, sobald sich der Stoff an den abgescheuerten (bescheuerten) Stellen gänzlich verabschieden würde, sich uns die Stahlfedern ins Fleisch bohren täten.

Jetzt könnte man einen neuen Sessel kaufen, aber uns kam eine andere Idee.
Solch ein antiker Sessel kostet nichts oder fast nichts. Man findet sowas auf dem Sperrmüll oder kriegt ihn, wie in unserem Fall, für fast geschenkt im Bunker. Die Frankfurter kennen den Bunker. In der Wittelsbacher Allee, Trödel, Flohmarkt, Haushaltsauflösungen.

Und wenn das Liebhaberstück schon fast nichts gekostet hat, kann man ja noch Geld hinein investieren, anstatt einen neuen anzuschaffen.
(Man muss der Wegwerfgesellschaft auch mal etwas entgegensetzen. Kampf den Möbelcentern, die die Ränder unserer häßlichen Städte verschandeln. Ich will auf nichts sitzen, was Fikkifakki oder Smörreplörre heißt und in den schwedischen Billigpommes sind mir ausserdem zuviele Transfettsäuren. Sprech‘ ich in Rätseln? Einfach mal googlen. Allerdings bräuchten wir mal ein paar neue Teelichter.)

Ergo: Wir haben das Teil NEU BEZIEHEN LASSEN! Der Innenausstatter läßt die Korken knallen, aber was solls, Handwerkskunst hat eben ihren Preis.
Und wir haben jetzt ein ganz, ganz, ganz wundervolles UNIKAT. Er ist nun auch NOCH gemütlicher, weil der Polsterer ein wenig zusätzliches Schaumgummi spendiert hat.
Die Armlehnen hat er nachlasiert. Er sagte uns auch, womit das gemacht wird, aber ich habe jetzt vergessen: „Vinyl“ oder „Schellack“. Irgendsowas.

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Zum Glück nicht in echt: Starker Husten!

Was den Kindern so an Spielen einfällt, ist echt unglaublich. Eben lugte ich mal so ins Kinderzimmer, weil ich ein wirklich grausiges Husten vernommen hatte, welches jedoch irgendwie gekünstelt klang. Was seh‘ ich da: Minimaus (fast 6) spielt „Dampfbad“, beziehungsweise „Inhalieren“.

Aus einem Plastikrohr und einem Topf hat sie sich so ein Dings gebaut, mit dem man bei Erkältung ätherische Öle oder Kräutertee-Dämpfe einatmen kann. Es wirkt alles sehr herzerweichend. Während sie da also „inhaliert“ hustet sie spektakulär in ihren „Inhalator“, zwischen zwei Hustern ruft sie jeweils: „och nee, och nee!!“. Köstlich!

Hier die Bilder:

(ihre Version eines Inhalier-Aparats)

Und so sehen die Dinger in echt aus, kennt ihr ja wohl:

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Aus meiner Sammlung häßlicher Postkarten:

Das hier steht auf der Rückseite:

Und dies ist (allen Ernstes) die Vorderseite, kicher:

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Dieser 50er-Jahre-Sessel…

….ist, kann man sagen, eine von Bibis und meinen absoluten Lieblingsantiquitäten. Die typische Formensprache des Fifties-Design ist einfach witzig und saugemütlich ist er auch:

(Dies hier ist die erste Folge der spannenden Abenteuerserie: „was aus einem schönen Sessel so alles werden kann“. Fortsetzung folgt.)

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Hoppla, läuft das Zeichenprogramm etwa wieder?

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ödes Kaff

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rcoknroll

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bestimmt, aber höflich

Nicht nur Micromaus (2 3/4) ist unglaublich renitent und resistent (siehe hier: „Der Geist der stets verneint“), Minimaus (5 3/4) steht dem kaum nach.

Heute, als Minimaus (5 3/4) sich wieder total stur verhielt, hielt ich ihr vor:

„Musst Du so störrisch sein??? Kannst du auch mal was anderes sagen als ständig nur NEIN-NEIN-NEIN ???“

Darauf sie so:
„Nein danke!“

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Der wunderliche Alte. Oder: witziger Typ an der Haltestelle

Der S-Bahnhof von Hellholehausen liegt etwas erhöht und zur Feierabendzeit bescheint einen da richtig schön die Abendsonne. Wenn sie scheint! Es hat ja jetzt wochen- oder monatelang in einer Tour geregnet, aber gestern, ja, da schien endlich einmal die Sonne.

Ein wildfremder alter Typ von vielleicht Sechzig stand plötzlich vor mir (sonst sind da nie viele Menschen und der Zug kommt auch nur halbstündlich) und fing an, freundschaftlich auf mich einzuplappern:
„Geniessen Sie nur die Sonne oder warten Sie auch auf den Zug?“ Ich gab irgendeine Antwort. „Ja, endlich mal Sonne!“ oder so.

Da sagte er: „Der Zigeuner weint, wenn die Sonne scheint!“

Er hatte es nun geschafft, mich aus meinen Gedanken zu reissen und ich rief: „Hä-was-wiebitte?“, denn mir erschien das, was ich gehört hatte reichlich absurd. Da wiederholte das leutselige Kerlchen:
„Ja: Der Zigeuner weint, wenn die Sonne scheint! Weissde warum?“

Ich so: Nein.
Er so:
„Der Zigeuner weiss: Nach schönem Wetter kommt wieder Regen!“

Ein eher schlichter Witz. Bescheuert eigentlich.
Aber für ein kleines Schmunzeln bei mir und einen Riesenlachanfall beim Erzähler reichte es und ich dachte bei mir: Das muss ich bloggen!

Sonnenschein, Feierabend und eine freundliche Person mit einem halbwegs passablen Witz auf den Lippen:
Das Leben kann so schön sein.

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Nicht ganz in der Reihe? Hexakosioihexekontahexaphobie!

Gestern abend hatte ich keine Lust, mir „the number of the beast“ von Iron Maiden anzuhören, noch stand mir der Sinn nach „Dial Satan – 666″ von Kill Allan Wrench.
Hatte ich mir etwa eine Hexakosioihexekontahexaphobie eingefangen? Besser, ich bleibe heute im Bett!

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Vornamensaufkleber oder: Zwei Dumme, ein Gedanke

Bibi und ich spazierten an einem geparkten Auto vorbei, an dessen Heckscheibe einer dieser Kindernamensaufkleber mit stilisiertem Cartoon-Baby prangte. „Glenn“ stand da.

„boah, cool“, entfuhr es mir, „warum haben wir den Namen seinerzeit nicht in Erwägung gezog- achso, wir haben ja Mädchen!“

Und Bibi:
„und mit Nachnamen heißen die DANZIG, oder?!!“

Tja, zwei Dumme, ein Gedanke!

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Ingenieure kneifen die Rosette zusammen: Rosetta passiert den Mars

Doch dann: Erleichterung im Kontrollzentrum.

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Sterntaler

Ja, ja, die kleine Micromaus! Mit ihren Zweidreiviertel steckt sie uns bald noch alle in den Sack. Letztens hat sie mit geradezu erstaunlicher Treffsicherheit in ihrer typischen präzisen Wortwahl das Titelbild des SPIEGEL analysiert.

Und zwar: Stundenlang betrachtete Micromaus (2 ¾) schweigend die Titelgrafik des SPIEGEL von vor etwa zwei oder drei Wochen, zum Thema Erbrecht.
Irgendwann sagte sie: ?Das KÖNNTE Sterntaler sein??

Wobei sie das ?könnte? so lustig betonte, als ob sie sich sehr wohl sicher war, dass das, was sie da in den Händen hielt, eben kein Märchenheft ist. Nicht direkt.

Am liebsten würde ich das dem SPIEGEL als Leserbrief schicken. (Mache ich aber nicht: Hier erreiche ich meine Zielgruppe besser).

Vielleicht würde dann der Titelbildergrafiker eine Gehaltserhöhung oder ein fettes Lob erhalten, weil ihm seine Sterntaler-Interpretation offensichtlich gut gelungen ist.

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from the vaults: Meine (aus gutem Grunde) unveröffentlichten Zeichnungen, Folge 1 (The worst shit of Frater Aloisius)

Viele erinnern sich vielleicht noch an dieses Bildnis zorniger Enttäuschung über einen damals zunächst als mißglückt empfundenen Blog-Relaunch:

Was bisher niemand zu Gesicht bekam:
Als sich meine Empfindungen von zorniger Enttäuschung langsam aber sicher in den puren, heiligen Zorn riesiger Enttäuschung steigerten, malte ich noch eine zweite Version. Die sah so aus und wird nun erstmals der Welt vorgestellt:

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Johnny Winter: Still alive and well Tour 2007 mit Edgar Winter und Rick Derringer

Die badische Zeitung online schreibt:
„Die Sensation ist perfekt: Eine ebenso hochkarätige wie geschichtsträchtige Künstler-Kombination gibt 2007 nur fünf Konzerte in Europa! Unter dem
Motto ‚Still Alive & Well – Tour 2007‘ gastieren JOHNNY & EDGAR WINTER plus RICK DERRINGER & Bands in Deutschland! Bei diesen Namen werden die Augen von Rockmusik-Kennern leuchten. Johnny Winter gilt als einflussreicher amerikanischer Texas-Bluesrock-Gitarrist/-Sänger. Sein Bruder Edgar (Saxophon, Keyboards, Gesang) wurde durch das Instrumental ?Frankenstein? und den Song ?Free Ride? berühmt. Rick Derringer (Gitarre, Gesang) wiederum hatte 1965 als Mitglied der McCoys den Superhit ?Hang On Sloopy?, gehörte zu den Gruppen der Winter-Brüder, arbeitete aber auch für Barbra Streisand oder Kiss.

Hm, nur fünf Konzerte in Europa, eins davon am 12. Mai im, äh, nahegelegenen Bonn…
Da ist für mich allerdings die Sensation perfekt.
Werde mich wohl um Tickets bemühen.
Ausgerechnet Johnny Winter’s Platte „still alive and well“ von 1973 ist sowas wie meine persönliche all-lifetime-favorite Lieblingsplatte.
Habe ja schon an tausend Stellen darüber geschwelgt.
Hier
Naja, und hier
Eigentlich auch hier.

Hach, ja, „Still alive and well“, der Soundtrack meines Lebens, seit der, auch wenns komisch klingt, Kleinkinderzeit. Muss ja keiner verstehen.
Eine der Rocklegenden, die ich WIRKLICH gerne noch sehen würde…

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Vor genau einem Jahr: „erste Frühlingsanzeichen“

Schaut und brecht in Tränen aus, den Quatsch gab es bei FFRATER ALOISIUS SAYS HELL-O vor genau einem Jahr zu sehen. „Erste Frühlingsanzeichen“.

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Meine Lieblingsflüche – und was sie wohl kosten mögen?

Lesen hier eigentlich Juristen mit? Ich fragte mich nämlich letztens, was wohl der Preis meiner bevorzugten FLÜCHE im Strassenverkehr sein mag.
„Arschloch“ oder der „Stinkefinger“, das hat ja alles einen bestimmten Preis. Ich glaube, Richter schlagen das irgendwo nach. Da muss man sicher manchmal abwägen, ob man noch genügend Kleingeld im Säckel hat, um einen unverschämten Verkehrsteilnehmer zu verwünschen und ihn mit allerhand Titeln zu betitulieren. (Der Fehler ist Absicht).

Also, was kosten wohl meine gängingen Flüche, wenn ich zum Beispiel mit dem Fahrrad unterwegs bin und ein unverschämter Raser fährt mich fast mit seinem Auto übern Haufen (so wie neulich, morgens):

Am liebsten rufe ich den Rowdies folgendes nach:

1) AMÖBE!!!!
2) Deine Eltern sind GESCHWISTER!!!
3) Du verfaulte Nachgeburt eines pestkranken AFFEN!!!

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Das war wohl nichts: Der dämonische Pudding

Glaubt bloß nicht, es hätte irgendwas mit Fasching zu tun! Die Idee mit dem grausigsten, scheußlichsten Pudding der Welt hatte ich schon lange. Ich wollte ein Kunstwerk, ein Süßspeisenkunstwerk, erschaffen, angesichts dessen sich jeder KAPUTTGRUSELT und vor Ekel nur so KRÜMMT. Sozusagen: Satans Lieblingsnachtisch, GÖTTERspeise.
Der erste Versuch misslang ganz grandios, mir sind schlicht und einfach die Augäpfel geschmolzen, die Flüssigkeit war wohl zu heiss. Ich Trottel!


Zum Heulen: Nur die Pupillen waren übrig. Mein Plan, die Blogwelt einmal so richtig zu schocken, war buchstäblich dahingeschmolzen:
.
Das schöne Geld! Verdammt, essen wollte dieses so kläglich gescheiterte Mahl natürlich niemand!

Neuer Versuch:

Ja, diesmal muss es klappen! Aber ach: Als ob er mich verhöhnen wolle, entstand nur ein dämlich grinsender Unsympathling von einem beknackten Mistwackelpudding. Könnt Ihr Euch die Enttäuschung desjenigen vorstellen, der einmal richtig kranke, hammerharte Horrorkunst erschaffen wollte?

Dafür wirst du in der Hölle schmoren, du elender Schurke! Wiedersehen-hahaha!

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Ich kann kaum hinschauen!

(was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr hier bei FRATER ALOISIUS SAYS HELL-O in kürze!)

(dort war Teil 1)

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Lang aufbleiben und dann viel Espresso trinken: Das bekommt mir garnicht gut.

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Wie Mister Serial mich einmal bös‘ geärgert hat, Folge 1

Gestern am Telefon sagte ich Mister Serial für eine „Tanzveranstaltung“ ab, auf die er gemeinsam zu gehen wünschte.

Ich so: „Nee, nee, Mister Serial, gehen Sie da mal alleine da hin auf die Ü-30-Party (kicher), ich habe keine Lust denn ich befürchte, dass sich am heutigen Tage auf solch einem Event viel KARNEVALLSVOLK tummelt. Und ich hasse Karneval.

Mister Serial: „Wieso, Du bist doch eh‘ schon verkleidet!!!“

ich so: „Haha! Die schwarzen abgefuckten Sachen sind anarchistische Stadtguerillia-Kleidung!!!“

Darauf er: „Ich meinte ja auch den BAUCH!“

Wir lachten uns natürlich beide auf meine Kosten krank, bis wir uns verabschiedeten, aber hinterher wollten mir meine Chips auf der Couch mit Bier garnicht mehr richtig schmecken und ich strich mir nachdenklich über das Waschbrett, das er so spöttisch meinen Bauch genannt hatte.
Auf der Ü-30-Party, dachte ich, könnte man jetzt stattdessen prima ein wenig Konditionsgymnastik auf dem Tanzboden verrichten.

Aber ach, der ganze Qualm, dazu Queen, Foreigner und Nazareth – das KANN nicht gesund sein.
Heute geh‘ ich joggen.

Mehr über Mister Serial hier: Im primären Bereich mit Sonic Youth.

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Was Minimaus (5 1/2) und Micromaus (2 1/2) zu Fasching sind

Micromaus wollte unbedingt Winnie Puh sein. Ist so eine Phase. Und Minimaus sollte im Kindergarten einen Frosch spielen.

Teure, vorgefertigte Kostüme muss man garnicht kaufen. Alles was man benötigt, ist viel günstiger und mit ein paar Handgriffen erledigt.
Für Frosch und Winnie Puh gibt es eine orangefarbene und eine kritzegrüne Mütze, ein rotes Oberteil für Winnie Puh und eine gelbe Hose. Für den Frosch, na , grüne Kleider. die Mützen haben zwei Euro pro Nase gekostet, fast geschenkt. Ausserdem hat’s bei Wollwott immer so spottbillige Frotteschlafanzüge. An den richtigen Stellen ein bisserl was abbinden (mit Haargummis), bissel was druffmalen, der Frosch kriegt Augen aus Pappe, fertig.
(und letztes Jahr zu Fasching war die Herangehensweise eine andere)

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wie kann man eigentlich eine Kinder-DVD von einer Erwachsenen-DVD unterscheiden?

Ganz einfach: AN DER GRÖßE. Die Erwachsenen-DVD ist größer, die Kinder-DVD kleiner. Seht selbst, hier ist ein Bild:

(und jetzt müßt Ihr mir ein relativ schlichtes Späßchen gestatten. Ich fand einfach diese Mini-DVD so putzig und wollte sie gerne mal fotografieren. Okay, okay – vielleicht kein Brüller, aber doch ganz nett, oder?)


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frisches Mundgefühl

Gleich zweimal, gestern und vorgestern, haben sich die Kinder ins Bad geschlichen und haben Unsinn mit ihrer Kinderzahnpasta gemacht: Einen Teil davon haben sie wohl auch aufgefuttert. Wir heißen das, aus verschiedenen Gründen, natürlich nicht so gut. Obwohl es andererseits auch kein Drama ist. Sagt bloß, Ihr habt als Kind keine „Blendi“ gefuttert???

Trotzdem! Ich sagte zu Bibi:
„Bestimmt ist das nicht so gut, wenn die Kinder solche Chemikalien futtern!! Am besten wir kaufen künftig nur noch Natur-Zahnpasta von Firmen wie Weleda oder Lavera.“

Bibi konterte knochentrocken:
„Oh je, dann wird’s ja in Zukunft noch teurer, wenn die beiden ’ne Tube Zahnpasta fressen!“

Wir entschieden uns für eine weitere Lösung: Der Badezimmerspiegelschrank hat jetzt eine Kindersicherung. Und wir können die Kinderzahnpasta weiterhin im Supermarkt besorgen, haha.
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Neues Rätsel!

Nach dem immensen Erfolg des Rätsels von neulich, das leider derart einfach war, das glatt alle Teilnehmer auf die richtige Lösung kamen, gibt es heute ein SCHWERERES RÄTSEL.

Also: Welches wievielköpfige Wesen bewacht hier den Eingang wovon?

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Monster!

Bei Nerdcore habe ich einen Link entdeckt, der zu einer wahrlich zauberhaften Site führt, wo es von Darstellungen mönströser Monstrositäten nur so wimmelt – Sehenswert:
Monsterbrains.

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Das Rätsel war zu einfach!

Glückwunsch an die vier Ratefüchse! Das war wohl zu einfach. Tatsächlich handelte es sich um eine antike Wasserwaage von ich weiss nicht wann. Damals fertigte man Wasserwaagen aus edelsten Hölzern – heute haben wir die Klimakatastrophe…
Trotzdem, ich habe dieses Exemplar sehr gern.

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Frater Aloisius stellt Euch seinen Co-Autor vor (der heute mies gelaunt ist):


Okay, die Überschrift war ein ziemlicher Kalauer.
Tatsächlich ist mir das Bild natürlich wegen der heutigen Klimawandel-Schreckensmeldungen eingefallen. (Als Anspielung auf die Denkweise vor-aufgeklärter Epochen). Hach, wenn’s doch nur so einfach wäre.

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Traumtagebuch: Als mein Heimatstädchen von namenlosem, blindem Grauen heimgesucht wurde

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Meine dollsten Geschichten von früher, Folge 6.500: Sylvesterknaller

Vorwort
Die schönsten Abenteuer im Leben eines Jungen hängen oft mit Sylvesterknallern zusammen. So war?s jedenfalls bei mir als Kind. Tatsächlich, es ist ein Jungs-Ding. Zeigt mir ein Mädchen, das herumrennt und Sachen in die Luft sprengt. Die machen so was nicht. Sehe ich doch an Micromaus (bald 3) und Minimaus (bald 6). Micromaus erzählt noch heute ängstlich, beziehungsweise mit dem Stolz einer heil überstandenen Angstsituation, vom Schockerlebnis des letzten Sylvesters.

Aber genug von anderen, zurück zu mir.

erstes Kapitel:
Mit das beste, was ich von Codo (drei Jahre älter) als Kind, mit 9 oder so, keine Ahnung, an Lebensweisheiten mitbekommen habe, ist:
„Kaufe dir immer genügend Kracher und lasse sie um Himmels willen nicht alle am Sylvesterabend los! Hebe Dir welche auf, dann hast Du das ganze Jahr lang Spaß!“

So muss man?s machen. Man fand übrigens immer jemand, der uns Kindern die ersehnten Böller besorgen konnte. Der versoffene Kioskbesitzer, mit seinen total nach Zigarettenqualm schmeckenden Süßigkeiten, die wir so liebten (schauder!), welcher sein verkommenes ?Wasserhäusi?, wie man um Frankfurt herum auch sagt, ziemlich in der Nähe meines Elternhauses in Tschernovülbel betrieb, verkaufte seine Böller an Kinder. Ohne mit der Wimper zu zucken.
Seine Leber zuckte, nebenbei, übrigens irgendwann auch nicht mehr.

Der war okay, er schenkte uns auch immer super Aufkleber. Aufkleber ist der falsche Ausdruck. So riesen, riesen Werbeschilder aus PVC. Geile Dinger. Wir Kinder von Tschernovülbel schmückten unsere Kinderzimmer mit diesen überdimensionalen Werbeaufklebern, regelrechte ?Banner? von Zigarettenmarken.
Ich hatte ?Rothändle? bei mir kleben und ?West? und ?Marlboro?. Alles zugekleistert, außer natürlich unseren Lungen, doch das nur am Rande. Tabak nahmen unsere Körper nur über die stinkenden Süßigkeiten auf.

Zweites Kapitel
In Codo?s elterlichem Garten stand ein super Schuppen mit Gartengeräten, Fahrrädern und Fahrradteilen.
Eines schönen Frühlingstages stellten wir fest, dass einer unserer China-Böller geilerweise haargenau in irgend so ein Metallrohr von einem losen Fahradlenker passte. Ins andere Ende fügte sich ganz exakt -supi, supi- eine kleine Marmorkugel, mit der Codo?s Mama ein bestimmtes Blumenbeet verschönert hatte. Ein 2-Zentimeter Geschoss, welches wir direkt im Schuppen abzufeuern gedachten, hatten wir da erfunden.
Gesagt, getan, wir zündeten die Lunte und stürzten zur Schuppentür hinaus, knallten diese zu, fielen noch halb übereinander und da krachte es auch schon gänzlich ohrenbetäubend. Nicht nur einmal, denn nach der eigentlichen Explosion knallte es noch etliche Male, als die Marmorkugel überall abprallte, Blumentöpfe durchschlug und so weiter und so fort. Gottseidank hatten wir es schnell genug hinausgeschafft, haha.

Kapitel Drei
Nochwas: Codo hatte so beschissene Kriegsflugzeugmodelle, die er nicht mehr mochte, in seinem Zimmer. So Plastikbausätze von Ravel
😉
Mit einem Messer ließen diese ?Bomber? sich wunderbar bäuchlings, also am Rumpf, aufhebeln und sich buchstäblich mit kleinen Bomben füllen. Die großen Böller passten wieder einmal genau. Wir hatten aber auch immer Glück. So, Flugzeug wieder vorsichtig zukleben, Lunte herauslugen lassen und nun galt es, das Dachflächenfenster von Codo?s Kinderzimmer zu öffnen und die Lunte zu zünden, den Flieger dann aber genau so lange in der Hand zu halten und rechtzeitig herauszuschmeißen, dass er noch in der Luft zerbarst.
Klappte fast immer. Ein lustiger Trümmerregen.

Epilog
Wenn ich das heute niederschreibe, juckt es mir förmlich in den Fingern, aber nur fast.
Prima, dass wir uns die nie weggesprengt haben!

Ein paar solcher Schwänke hätte ich noch, allmählich jedoch wird es zu doof.
Hundekacke hat ja wohl jeder schon einmal in die Luft gesprengt, muss ich hier wohl nicht näher drauf eingehen. Da galt es, WIRKLICH zu rennen, und zwar möglichst WEIT!

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