Schonmal versucht, Kindern Augentropfen zu geben?

Bei Minimaus (4J.) und Micromaus (19M.), und typischerweise bei Kindern überhaupt, findet bei einer Erkältung allerhand Schleim und Auswurf seinen Weg nicht nur über Nase und Rachen, sondern auch durch die Augen ans Tageslicht! Klar: Alles ist miteinander verbunden und zwar im Kinderkopp auf besonders kleinem Raum.

Der Nachwuchs wacht also morgens mit verklebten Äuglein auf und man muss ab jetzt vorsichtig und regelmäßig auswaschen/reinigen. Davon können die Augen rot werden. Zusammen mit den äh, Eiterbatzen denkt man da schnell an eine Bindehautentzündung, die es aber meistens gar nicht ist! Wäre es eine, müsste der Kinderarzt antibiotische Augentropfen verschreiben.. Ist es jedoch lediglich der -ich sach ma?- erkältungsbedingte Augengrind, genügen das besagte Saubermachen und die bewährten homöopathischen ?Euphrasia?-Augentropfen. (mit ?Augentrost? = Euphrasia officinalis)

Doch Jessesmarantjosef! Wie diese kleinen Terrorschwestern sich wehren! Garnicht mal bewusst, vielmehr funktionieren einfach die Reflexe bombenmäßig! Und obwohl das Gezackere nervt, sind Bibi und ich darüber hocherfreut und sogar ein wenig belustigt, stolz (einmal mehr) und dankbar, wie perfekt sich die Natur das Wunderwerk Mensch ausgedacht hat. Wäre ja schlimm, wenn nicht!
?Sie kneifen die Augen zusammen und schließen die Lider? würde das Geschehen absolut unzureichend beschreiben. Tatsächlich versiegeln stahlharte Muskelwülste von oben und unten mit kompromissloser Monsterkraft das Auge. Ich glaube, kein Erwachsener kann so die Augen zupetzen! Und kein Hightech-Funktionsmaterialien-Erfinder hat je etwas Verlässlicheres ersonnen als die Wimpern-Härchen, die jegliches Eindringen auch nur kleinster Spuren von Augentropfen ins Auge verhindern. Klimper, klimper, und weg ist sie, die verhasste Augenmedizin, welche von hilflosen Eltern auf das dergestalt verplombte Antlitz geträufelt wurde…Mann, das Zeug ist teuer, und jetzt kullert es unverrichteter Dinge die infantilen Wangen runter, vermischt mit zornigen Tränen!!

Komisch: Für Medikamente zum Einnehmen wurden kinderfreundliche Versionen erfunden: Nämlich köstlich schmeckende Hustensäfte zum Beispiel, ganz einfach. Wärmflaschen in Teddy-Form folgen einem ähnlich klugen Denkansatz, oder knallbunte Himbeerzahnpasta. Für Augentropfen jedoch erscheint Derartiges unwahrscheinlich. Was schmiert man sich schon gerne und freiwillig in die Augen?
Wie überlistet man hier die natürliche Abneigung, die Reflexe?
Moment: Vielleicht wäre SCHMINKE eine Idee! Ich meine so Kayal / Eyeliner-Stiftezeugs, oder Lidschatten, keine Ahnung. Heilsame Schminke mit Doppelnutzen, gibt es das schon?

So könnte es gehen:
„Kinder, ihr dürft euch schminken!!!“
„Jubel, kreisch, freu!!!“
(vertrauenserweckende Kicherstimme aus dem OFF: Bestellen Sie jetzt – Die praktische Augentrost-Kinderschminke aus des Fraters pharmazeutischer Trickkiste….)

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3 Antworten auf Schonmal versucht, Kindern Augentropfen zu geben?

  1. rolf sagt:

    das ist doch praktisch wenn die kid´s die augen fest schliessen, dann kann man doch bequem einen kamillenteegetraenkten wattebausch auf die augen legen

  2. marcc sagt:

    Botox. Botox-Spritzen entspannen bestimmt auch die Augenmuskeln. 😉

  3. aloisius sagt:

    tach Leude, na, hier sammeln sich ja konstruktive (…) Vorschläge und Anfragen – Danke!
    Ein paar Liter gleich, Twinmon? Es geht halt verdammt viel daneben, gell!!

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